BSE-Skandal Segeberger Kreistag diskutiert den Fall Margit Herbst

Von Eckard Gehm | 30.07.2014, 07:09 Uhr

Der Fall Margrit Herbst: Im Segeberger Kreistag hat der Hauptausschuss mit Mehrheit entschieden, die Tierärztin zu ihrem Fall in einer Sondersitzung anzuhören.

Es gibt einen erneuten Versuch, die ehemalige Kreisveterinärin Dr. Margrit Herbst (74) aus Bokstedt zu rehabilitieren. Auf Antrag der Linken-Fraktion im Segeberger Kreistag hat der Hauptausschuss am Dienstag mit Mehrheit entschieden, die Tierärztin zu ihrem Fall in einer Sondersitzung anzuhören.

Herbst hatte in den 1990er Jahren in einer Fernsehsendung vor BSE-verdächtigen Rindern auf dem Schlachthof Bad Bramstedt gewarnt und war vom Kreis Segeberg fristlos entlassen worden. Linken-Fraktionschef Heinz-Michael Kittler: „Frau Herbst hat nie wieder einen Arbeitsplatz bekommen.“ Ziel seiner Fraktion sei es nun, dass die Kreisverwaltung Herbst rehabilitiere und sich mit  ihr bis zum Ende des Jahres über eine Entschädigung verständige.

Nicht alle der Politiker sehen einen Bedarf für die Anhörung. Der CDU-Kreistagsabgeordnete Henning Wulf sagte: „Ich habe die Akten damals selbst durchgearbeitet, die arbeitsgerichtliche Kündigung  ist nicht zu beanstanden.“