Scharbeutz Frau an Fischstand eingeklemmt und schwer verletzt

Von dpa, shz.de | 02.04.2013, 07:16 Uhr

Eine Frau ist auf einem Parkplatz lebensgefährlich verletzt worden. Sie wurde von einem Auto gegen einen Fischstand gerammt und eingeklemmt.

Bei einem Unfall auf einem Supermarkt-Parkplatz in Scharbeutz (Kreis Ostholstein) sind am Sonnabend vier Menschen verletzt worden. Eine Rentnerin erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Ein 72 Jahre alter Autofahrer hatte zunächst ein Auto gerammt und war dann in einen Fischstand gefahren. Dabei wurde die Rentnerin eingeklemmt.

Die 61-jährige Frau wurde von dem Unfallauto frontal erwischt und gegen den Verkaufsstand gedrückt. Danach wurde das Auto zurückgesetzt. Aber der Rentner fuhr gleich darauf ein zweites Mal in den Fischstand. Ob er dabei noch einmal die verletzte Frau mit seinem Auto traf, ist bisher unklar.

Weitere Verletzte

Fest steht, dass es Zeugen nach diesem Manöver gelang, die Autotüren des Autos zu öffnen. Bei einem erneuten Rückwärtsfahren sollen zwei weitere Personen verletzt worden sein. Eine 55-jährige Urlauberin erlitt eine Kopfplatzwunde und wurde nach ambulanter Behandlung im Krankenhaus bereits wieder entlassen. Ein 66-jähriger Mann aus der Gemeinde Scharbeutz erlitt wohl ebenfalls leichte Kopfverletzungen und wurde zwecks Untersuchung in eine Klinik nach Neustadt gebracht. Nach dem Rückwärtsfahren konnte das Unfallauto gestoppt werden. Offenbar waren Passanten in das Fahrzeuginnere gelangt und haben den Motor abstellen können.

Für die an dem Verkaufswagen angefahrene Frau wurde mit einem Rettungshubschrauber der Notarzt eingeflogen, da sie offensichtlich lebensgefährliche Verletzungen erlitten hatte. Die 61-Jährige stammt aus der Gemeinde Süsel und wird derzeit in der Lübecker Uniklinik versorgt.

Die Polizei stellte bei der Unfallaufnahme fest, dass der Autofahrer kaum ansprechbar war. Die Ursache konnte noch nicht geklärt werden. Der 71-Jährige kam in ein Krankenhaus. Verletzungen oder Krankheiten sind derzeit nicht bekannt. Da die Unfallursache bisher gänzlich unbekannt ist, wurde dem Unfallverursacher im Krankenhaus auf Anordnung des Bereitschaftsrichters eine Blutprobe entnommen. Außerdem wurde der Unfallwagen für spätere technische Untersuchungen beschlagnahmt.