„Schaulustige – Sei kein Gaffer“ : Anti-Gaffer-Video aus Osnabrück wird Internethit

n dem bedrückenden Video wird gezeigt, wie Schaulustige die Arbeit der Rettungskräfte während eines Einsatzes behindern.
In dem bedrückenden Video wird gezeigt, wie Schaulustige die Arbeit der Rettungskräfte während eines Einsatzes behindern.

Die Osnabrückerin Elena Isabel Walter hat einen Internethit gelandet. Ihr Video wurde schon Millionen Mal angeschaut.

shz.de von
02. Januar 2018, 21:17 Uhr

Osnabrück | Ob auf Youtube, Facebook oder Twitter: Das Video „Schaulustige – Sei kein Gaffer“ hat sich innerhalb weniger Tage zum Internethit entwickelt. Auf bedrückende Art und Weise zeigt der Kurzfilm, wie respektloser Voyeurismus die Arbeit der Rettungskräfte während eines Einsatzes behindern kann.

„Der Film soll eine gesteigerte öffentliche Wahrnehmung für das Thema 'Schaulustige bei einem Rettungseinsatz' bewirken und dazu auffordern, kein Gaffer zu werden“, heißt es in der Beschreibung zum Video.

Wer steckt hinter dem Video?

Produziert wurde es von der Agentur Blickfänger GbR. Diese wurde 2016 von der Osnabrückerin Elena Isabel Walter und dem Dortmunder Emanuel Luca Zander-Fusillo gegründet. Das Duo hat sich während des Studiums an der Fachholschule Dortmund kennengelernt und gemeinsam bereits mehrere Filmprojekte verwirklicht.

Osnabrück als Drehort

Walters Bezug zu Osnabrück war auch ausschlaggebend für die Umsetzung des Kurzfilms. Das Video entstand nämlich in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Osnabrück Stadtmitte und dem Bürgerverein Wüste und wurde von der Sparkasse Osnabrück gefördert.

Wie Walter im Gespräch mit unserer Redaktion mitteilt, wurde das Video im Sommer 2017 auch in Osnabrück gedreht – und zwar auf dem ehemaligen Kasernengelände am Limberg.

Öffentliche Diskussion soll angeregt werden

Das Ziel des Projektes beschreiben die Filmemacher in einer Pressemitteilung mit folgenden Worten: „Der Film soll durch eine möglichst weite Verbreitung für das leider hochaktuelle Thema 'Gaffer an Unfallstellen' sensibilisieren und die öffentliche Diskussion anregen.“

Video geht viral

In den sozialen Netzwerken bekommt das Video viel Aufmerksamkeit. Insgesamt habe es auf den verschiedensten Plattformen mittlerweile weit mehr als fünf Millionen Aufrufe, sagt Walter: „Die Resonanz ist überwältigend und sehr positiv. Dass das Video in dieser Form viral geht, damit haben wir so nicht gerechnet.“ Der Film werde fleißig geteilt und ernte viele lobende Worte, so die 25-Jährige. Die wichtige Botschaft, die die Filmemacher mitteilen wollen, scheint also anzukommen.

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