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Angst vor Krebs - Brustamputation

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Superstar Angelina Jolie ermutigt Frauen, mit einem vorsorglichen Eingriff nicht zu warten, bis es zu spät ist

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2013 | 03:59 Uhr

New York/Berlin | US-Schauspielerin Angelina Jolie (37, Foto) hat sich aus Angst vor Krebs beide Brüste amputieren lassen. Sie trage einen Gendefekt in sich und sei deshalb anfällig für eine Krebserkrankung. Inzwischen seien ihre Brüste mit Hilfe von Implantaten rekonstruiert worden, schreibt Jolie in einem Beitrag für die "New York Times". "Ich fühle mich nicht weniger als Frau", schreibt der Hollywood-Star, dessen Mutter mit 56 Jahren an Krebs gestorben war.

Ihr Verlobter, der Schauspieler Brad Pitt (49), sei ihr in dieser schweren Zeit eine Stütze gewesen. Pitt sei bei allen Operationen in einer Brustkrebs-Klinik, dem Pink Lotus Breast Center in Beverly Hills, dabei gewesen. "Wir wussten, dass es die richtige Entscheidung für unsere Familie ist und dass es uns näher zusammenbringt. Und das hat es", schreibt Jolie.

Mit dem Zeitungsartikel "My Medical Choice" ("Meine medizinische Entscheidung") hat sie das Thema in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Ausführlich berichtet die Schauspielerin von den Prozeduren und Operationen über einen Zeitraum von drei Monaten, bei denen Brustgewebe entfernt wurde. "Du wachst mit Kanülen und Expandern in deinen Brüsten auf. Das ist wie in einem Science-Fiction-Film." Trotzdem habe es in dieser schweren Zeit auch Momente gegeben, in denen sie und Pitt die Kraft zum Lachen gefunden hätten. Nach dem letzten Eingriff Ende April habe sie ganz normal weiterarbeiten können.

Offen beschreibt Jolie, welche Diagnose sie zu dem Eingriff bewegt habe. "Meine Ärzte vermuteten, dass bei mir das Risiko für Brustkrebs bei 87 Prozent und Eierstockkrebs bei 50 Prozent liegt, auch wenn das Risiko von Frau zu Frau unterschiedlich ist", erklärt sie. "Als ich mich der Realität stellte, habe ich entschieden, proaktiv zu werden und das Risiko so gut es geht zu minimieren." Durch die Operation habe sie das Brustkrebsrisiko auf unter fünf Prozent gesenkt. Ihre Entscheidung habe aber vor allem einen privaten Hintergrund.

Hat eine Frau eine mutierte Form des Gens BRCA1 ("Breast Cancer 1", Brustkrebs 1) in ihrem Erbgut, steigt ihr Risiko deutlich, an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken. Ist die Erbanlage intakt, gehört sie zur körpereigenen Krebsabwehr.

Jolie spreche offen über ihre Situation, in der Hoffnung, damit anderen Frauen zu helfen, sagt Jolie, die in der Vergangenheit vom US-Magazin "People" zur schönsten Frau der Welt gekürt worden ist.

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