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Technik : Analog an digital: Alte Objektive auf Glaspilz-Befall prüfen

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Analog oder digital - das sind für Fotografen zwei Welten. Die Kameras von einst haben mit denen von heute wenig zu tun. Doch die alten Objektive passen manchmal noch. Und sie können sogar richtig gut sein.

shz.de von
erstellt am 26.Aug.2013 | 13:16 Uhr

Alte Objektive aus Zeiten der Analogfotografie haben längst noch nicht ausgedient. Entweder haben Hersteller über Jahre den gleichen Anschluss (Bajonett) beibehalten oder bieten Adapter für moderne Digitalkameras an. Wer mit einem gebrauchen Objektiv liebäugelt, sollte es noch vor den obligatorischen Testaufnahmen auf Glaspilzbefall prüfen, rät die Zeitschrift «c't Digitale Fotografie» (Ausgabe 4/13). Denn tatsächlich gibt es Organismen, die das Glas der Objektive schätzen. Fachleute nennen den Befall Fungus. Er kann das Objektiv trüben und im Extremfall erblinden lassen.

Als Test empfehlen die Experten, mit einer Taschenlampe ins Objektiv zu leuchten, um Pilzkulturen erkennen zu können. Denn wer eine verseuchte Optik anschließt, riskiert den Befall seiner gesamten Ausrüstung. Fungus loszuwerden, ist schwierig. An den zugänglichen Glasflächen kann man es mit Wattestäbchen oder Objektivtüchern versuchen, die in Desinfektionsmittel getränkt werden. Bei Pilzkulturen im Inneren des Objektivs hilft nur noch die Demontage. Allerdings nehmen den Angaben zufolge nicht alle Hersteller mit Fungus befallene Teile an - schon aus Vorsicht.

Echte Perlen unter den alten Objektiven zu finden, ist aber auch aus anderen Gründen nicht ganz einfach. Denn alt heißt nicht pauschal gut, warnen die Experten. Selbst einige moderne Objektive könnten nicht immer mit der optischen Leistungsfähigkeit aktueller Sensoren in Spiegelreflexkameras mithalten. Als Richtschnur gelte: Echte Objektivschätze, etwa von Leica oder Zeiss, die schon damals sehr gut waren, können auch heute noch durchaus gute Bildqualität liefern, selbst wenn sie aus den 60er Jahren stammen.

Nicht sparen sollten Hobbyfotografen mit einem Oldtimer-Objektiv allerdings bei den Bajonett-Adaptern, raten die Experten. Denn gerade Billigware aus China habe in Versuchen nicht überzeugend abgeschnitten: Die Tester konnten teilweise nicht mehr auf unendlich fokussieren oder hatten mit mangelnder Arretierung zu kämpfen.

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