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Panorama

20. August 2017 | 04:43 Uhr

Amokfahrer tötet Kind

vom

Raser im Sportwagen hinterlässt in Regensburg Spur der Verwüstung / Mann kam aus der Psychiatrie

Regensburg | Ein Sportwagenfahrer rast durch Regensburg und hinterlässt eine Spur der Verwüstung - am Ende stirbt eine Fünfjährige. Nach der tödlichen Irrfahrt herrschte gestern in der Oberpfälzer Stadt Schock und große Trauer. Das Geschäft, in dessen Eingangstür das silberne Cabriolet krachte, bot ein Bild der Verwüstung. Ein 46-jähriger Autofahrer war am Donnerstag durch die Stadt gerast und hatte am Ende seiner Irrfahrt die Fünfjährige überfahren. Ihre drei Jahre alte Schwester wurde schwer verletzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Die 27-jährige Mutter der Kinder erlitt einen Schock.

Gestern wird klar: Der Todesfahrer hatte psychische Probleme und war zur Behandlung in einer psychiatrischen Klinik. Wie die Polizei mitteilte, war der 46-Jährige freiwillig stationär im Bezirksklinikum Regensburg untergebracht. Am Mittwochabend hatte er die Klinik in Absprache mit seinem Arzt verlassen und war danach nicht zurückgekommen. Eine Befragung des Mannes war bislang nicht möglich. Das Amtsgericht erließ einen Unterbringungsbefehl gegen den 46-jährigen Regensburger. Er ist jetzt in der geschlossenen Psychiatrie untergebracht.

Der Autofahrer hatte schon vor dem tödlichen Unfall vor dem Waschsalon für Aufregung gesorgt: Zeugen meldeten sich bei der Polizei, weil der Fahrer eine Baustelledurchbrochen hatte. Wenig später wurde ein Unfall gemeldet, bei dem ein 60-jähriger Fußgänger schwer verletzt wurde. Ein weiterer Anrufer meldete eine Kollision des Sportwagens mit einem anderen Auto. Auch einer Streifenbesatzung fiel der Mann wegen seiner rücksichtslosen Fahrweise auf. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf. Eine Hetzjagd gab es laut Polizei aber nicht. Selbst als der Wagen eine rote Ampel überfuhr, hätten die Beamten gestoppt und Abstand gehalten.

Die Irrfahrt endet schließlich in einer scharfen Kurve: Der Fahrer verlor die Kontrolle über seinen Sportwagen und raste über eine Kreuzung - direkt in einen Waschsalon, wo vor der Tür die beiden Schwestern spielten.

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erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

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