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Feuerwerk vor Silvester : Aldi verkauft „Bomben-Raketen“ mit dem Namen „Paris“

vom
Aus der Onlineredaktion

Marketingfail bei Aldi Süd: Der Discounter benennt ein Feuerwerkspaket ausgerechnet nach dem Namen der französischen Hauptstadt, die erst im November so schwer vom Terror getroffen wurde.

Am Dienstag, 29. Dezember, startet in Deutschland offiziell der Feuerwerksverkauf. Mit dabei sind auch die Discounter. Einer von ihnen sticht in diesem Jahr allerdings besonders hervor: Aldi Süd. Die Supermarktkette hat eines ihrer Feuerwerkpakete „Paris“ benannt - und damit nach der französischen Hauptstadt, die im November dieses Jahres so schwer von den Terroranschlägen getroffen wurde. Darüber berichtet am Dienstag unter anderem meedia.de.

Die Terroranschläge in Paris am 13. November dieses Jahres waren die schlimmsten in der französischen Geschichte - und die schlimmsten in Europa seit den Anschlägen in Madrid im Jahr 2004. 130 Menschen sind dabei ums Leben gekommen. 

In dem Aldi-Feuerwerk-Paket enthalten sind über 105 Einzelteile, wie Aldi auf seiner Website schreibt. Dabei sind sieben Brillant-Bomben-Raketen, Römische Lichter, Brillant-Fontänen, fetzige Knallfrösche, eine innovative 32er-Knallkette, lautstarke D-Böllern und Premium-Wunderkerzen.

Auch wenn das Paket „Paris“ nur eines von vielen anderen Angeboten ist, die übrigens alle nach verschiedenen Städten benannt sind - besonders sensibel ist die Namensgebung nicht. Zumal auch das Paket „Bangkok“ dabei ist, mit „49 Schuss XXL-Multi-Effekt-Batterie“, eine „Feuerwerks-Kombination mit bis zu 500 Gramm Effektladung“, wie Aldi auf seiner Website verspricht. Auch in der thailändischen Hauptstadt gab es in diesem Jahr Anschläge mit vielen Toten.

Auch das Paket „Bangkok“ ist bei Aldi Süd im Angebot.

Auch das Paket „Bangkok“ ist bei Aldi Süd im Angebot.

Foto: Screenshot

Hinzu kommt, dass es in Frankreich abgesehen davon verboten ist, Feuerwerk abzufeuern - sie dürfen dort auch nicht verkauft werden. Auch bei Twitter ließen die Reaktionen auf diesen Marketing-Fauxpas nicht lange auf sich warten:

Andere finden die Aufregung dagegen völlig übertrieben:

 

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erstellt am 30.Dez.2015 | 07:29 Uhr

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