Ohr, Auge und Bein verloren : „Akt des Bösen“: Frau nach Säureattacke auf Ex-Freund verurteilt

<p>Während sie ihren Ex-Freund mit Säure verletzt hat, soll die Frau gelacht haben. </p>

Während sie ihren Ex-Freund mit Säure verletzt hat, soll die Frau gelacht haben.

Sie wollte ihn für immer entstellen: Nach einem Säureangriff auf ihren Ex-Freund wurde eine Frau in England verurteilt.

shz.de von
23. Mai 2018, 18:04 Uhr

Bristol | Die Frau (48) hatte ihrem Ex-Freund (29) mit der Säureattacke schwerste Verbrennungen am Körper zugefügt. Der Ingenieur aus den Niederlanden verlor ein Auge, ein Ohr und ein Bein. Er war nach der Attacke im September 2015 vom Hals abwärts gelähmt.

Der 29-Jährige lag vier Monate im Koma und litt danach unter unerträglichen Schmerzen. Im Januar 2017 beendete er seine Qualen durch Sterbehilfe in einem belgischen Krankenhaus. Der Vater berichtete vor Gericht, wie sein Sohn zum Schluss gesagt habe: „Vater, ich kann einfach nicht mehr kämpfen.“

Tat erfolgte aus Rache

Besonders perfide: Die Frau hatte sich vor der Tat auf 82 Webseiten über die genauen Auswirkungen von Schwefelsäure informiert. Während der Attacke soll sie gelacht und gesagt haben: „Wenn ich dich nicht haben kann, kann dich auch keine andere haben.“

Der Mann hatte geschlafen, als die Modestudentin aus Südafrika den Anschlag verübte. „Es war ihre Absicht, das Opfer so zu verbrennen und zu entstellen, dass er für keine andere Frau mehr attraktiv sein würde. Das war ein Akt des puren Bösen“, sagte die Richterin.

Nach ihrer Festnahme hatte die Frau britischen Medien zufolge behauptet, ihr Ex-Freund habe versucht, sie zu töten – indem er ihr ein Glas mit der Säure zum Trinken angeboten habe.

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