Nach Absturz von Flug QZ8501 : AirAsia-Ermittler zu Absturzursache: Technischer Defekt möglich

Das Heck der verunglückten Maschine konnte bereits geborgen werden.
Das Heck der verunglückten Maschine konnte bereits am Samstag geborgen werden.

Erste vage Theorien über die Absturzursache kommen ans Licht. Die Ermittler wollen jedoch keine voreiligen Schlüsse ziehen. Die Flugschreiber werden weiter ausgewertet.

shz.de von
21. Januar 2015, 08:32 Uhr

Jakarta | Das in Indonesien abgestürzte AirAsia-Flugzeug hat kurz vor dem Unglück ungewöhnliche Messdaten zum Flugverlauf geliefert. Der Transportminister sagte am Dienstag im Parlament, die Maschine sei deutlich zu rasant gestiegen, aber Ermittler meinten am Mittwoch, das sei ein voreiliger Schluss.

Das Geschwindigkeits-Messinstrument könne auch defekt gewesen sein und falsche Daten geliefert haben, sagte Wisnu Darjono, der Direktor für Sicherheit bei der Luftfahrtbehörde. „Vielleicht ist die Maschine zu schnell gestiegen, vielleicht auch nicht“, sagte er. Verlässliche Informationen könnten erst nach der vollen Auswertung der Flugschreiber gemacht werden.

Flug QZ8501 ist am 28. Dezember auf halbem Weg zwischen Surabaya in Indonesien und Singapur abgestürzt. An Bord waren 162 Menschen, überwiegend Indonesier. Der Pilot hatte keinen Notruf abgesetzt.

Mehrere Wrackteile sind in etwa 30 Meter tiefem Wasser gefunden worden. Taucher arbeiten daran, sie zu heben.

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