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Achtung Taschendiebe: Darauf sollten Bahnfahrer achten

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Hannover (dpa/tmn) - Ein fahrender Zug ist wie eine Insel. Unterwegs kann niemand abhauen - auch kein Dieb. Trotzdem ist der Langfinger manchmal nicht zu finden. Der öffentliche Verkehr bietet Kriminellen viele Gelegenheiten. Deshalb gilt: Bahnfahrer, sei wachsam.

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erstellt am 29.Mai.2013 | 05:33 Uhr

Hannover (dpa/tmn) - Ein fahrender Zug ist wie eine Insel. Unterwegs kann niemand abhauen - auch kein Dieb. Trotzdem ist der Langfinger manchmal nicht zu finden. Der öffentliche Verkehr bietet Kriminellen viele Gelegenheiten. Deshalb gilt: Bahnfahrer, sei wachsam.

Passagiere in Bus und Bahn sollten sich beim Einsteigen vor Taschendieben in Acht nehmen. Diese unübersichtliche Situation nutzten Kriminelle besonders häufig, um Reisenden Wertgegenstände oder das Portemonnaie zu stehlen, hat Thorsten Völlmecke von der Bundespolizeidirektion Hannover beobachtet. «Es bildet sich eine Traube auf dem Bahnsteig, und jeder will beim Einsteigen der Erste sein», erklärt Völlmecke. «Manchmal blockiert auch noch vorne einer extra, und es gibt eine noch größere Verzögerung.» In der Enge merken viele nicht, dass ihnen jemand die Geldbörse aus der Gesäßtasche zieht.

Passagiere dürften öffentliche Verkehrsmittel nicht zu arglos nutzen, warnt Völlmecke. Die meisten Fahrgäste (91 Prozent) fühlen sich einer aktuellen Forsa-Umfrage zufolge beispielsweise in Fernzügen oder S-Bahnen sicher. Auftraggeber der Studie waren der Verein Allianz pro Schiene, der Fahrgastverband Pro Bahn und der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft, die die Ergebnisse am Mittwoch (29. Mai) in Berlin vorstellten.

Unterwegs werden Reisende nach Völlmeckes Einschätzung vor allem in Fernzügen unvorsichtig: Fährt der Zug eine längere Zeit ohne Halt durch, kommt schnell der Gedanke auf, ein Dieb könne ja nicht fliehen. Wertsachen und Geld müssten Passagiere aber auch auf diesen Strecken immer am Körper tragen, rät der Polizist. «Man denkt schnell: "Da geht schon keiner ran." Doch, da geht einer ran!»

Taschendiebe seien meist in Gruppen unterwegs. Einer schnappt sich das Handy eines Reisenden und übergibt es in einem anderen Waggon an seinen Komplizen. Dann nützt es auch nichts, wenn ein Mitreisender den Diebstahl beobachtet hat. «Dann ist die Spur im Prinzip so verschwommen, dass man dem Täter bei der Festnahme am Bahnhof schon nichts mehr nachweisen kann.»

Taschendiebe hätten es nur auf Handtaschen, Laptoptaschen und kleine Rucksäcke abgesehen, sagt Völlmecke. Große Rollkoffer ließen sie so gut wie nie mitgehen.

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