Tipps : Abnehmen nach Weihnachten: Crashdiät oder weiter essen?

Schokolade gibt es in der Weihnachtszeit reichlich. An die Folgen denken viele oft erst hinterher.
Schokolade gibt es in der Weihnachtszeit reichlich. An die Folgen denken viele oft erst hinterher.

Alle Jahre wieder die selbe Frage: Nach dem Fest nur noch Salat? Was hilft gegen die Weihnachtskilos? Und welche Methoden sind gefährlich?

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26. Dezember 2014, 00:00 Uhr

Der letzte Weihnachtsbraten ist bald auf den Hüften, die Kalorienschallgrenze mal wieder durchbrochen – und alle Jahre wieder spannt die Hose gewaltig. Nach einem Monat des Glühwein- und Schokoladenexzesses folgt die Reue, die ihr Finale im ausgiebigen Silvester-Racelette findet und sich schließlich in allerhand guten Vorsätzen manifestiert. So schnell wie die Weihnachtspfunde gekommen sind, sollen sie bitte auch wieder verschwinden.

Doch von einer Hungerkur oder dubiosen Wunderdiäten nach dem Fest raten Ernährungsexperten entschieden ab. „Gerade nach Weihnachten, wenn meist schwere, fettreiche Kost auf den Tisch kommt, sollte man keinesfalls eine Radikalkur machen, um schnell wieder abzunehmen.“, warnt Dr. Thorsten Siegmund vom Bundesverband Deutscher Internisten.

Eine radikale Ernährungsumstellung könne schlimmstenfalls zu Mangelerscheinungen führen und den Stoffwechsel aus dem Rhythmus bringen. Zudem drohe, wie bei jeder kurzfristig ausgelegten Diät, der gefürchtete Jojo-Effekt. Grundsätzlich gilt: Man soll nie weniger als 1200 bis 1800 Kalorien am Tag zu sich nehmen.

Bei einer sonst ausgewogenen Ernährung und genügend Bewegung im Alltag gehen zwei bis drei Weihnachtskilos ganz von allein, sobald wieder Normalität einkehrt und nicht täglich der Adventskalender mit seinen Verlockungen ruft. Wer trotzdem nachhelfen oder ganz allgemein Gewicht reduzieren möchte, der kommt um eine kalorienreduzierte Ernährung nicht herum.

„Dabei gibt es keine sogenannten Feinde, also Kalorien durch die man mehr zunimmt als durch andere“, sagt der Ernährungsexperte. „Ob wenig Fett- oder Kohlehydrat-Kalorien, ob kalorienreduzierte Mischkost – alles kann effektiv sein.“ Wichtig sei eine abwechslungsreiche und sättigende Ernährung, die sich gut in den Alltag integrieren lässt.

Im Gespräch ist derzeit die sogenannte LOGI-Methode – einer moderat kohlenhydratreduzierten Ernährung. Hierbei werden vor allem kohlenhydratarmes Obst und Gemüse in Verbindung mit Fisch, Geflügel, Fleisch und Milchprodukten sowie Nüssen und Hülsenfrüchten zu sich genommen. Getreideprodukte, Kartoffeln, Reis und Süßigkeiten sollten nur in geringen Mengen gegessen werden. Wer das ausprobieren möchte, sollte sich zuvor auch mit der Kritik auseinandersetzen, etwa von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Der Januar wird auch 2015 wieder der Monat der Kalorienzähler. Doch überflüssige Pfunde entstehen in den meisten Fällen zwischen Silvester und Weihnachten – nicht andersherum.

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