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Eisglätte im Norden : A2 auf 50 Kilometern vereist, tödlicher Unfall in Uelzen

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Das Winterwetter hat viele Straßen in Norddeutschland in Eisbahnen verwandelt – auch die A2. In Uelzen gab es einen tödlichen Unfall.

shz.de von
erstellt am 06.Jan.2016 | 13:49 Uhr

Hämelerwald/Braunschweig | Auf einer Länge von insgesamt 50 Kilometern war die Autobahn 2 in Niedersachsen bis in die Nacht zum Mittwoch komplett vereist. Trotzdem blieb es in den nachfolgenden Stunden weitgehend ruhig, wie ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen sagte.

Zuvor hatten die Behörden vor Glätte auf der A2 zwischen den Ausfahrten Helmstedt und Hämelerwald gewarnt. Die erlaubte Geschwindigkeit wurde zum Teil auf 60 Stundenkilometer reduziert. Streufahrzeuge waren auch am Morgen noch damit beschäftigt, die Autobahn zu enteisen. Weil eine Weiterfahrt zu gefährlich sei, hätten zahlreiche Lastwagen an Parkplätzen oder auf dem Seitenstreifen angehalten, teilte die Polizei mit.

Bei einem Glätteunfall war am Dienstagabend ein 62 Jahre alter Autofahrer in Uelzen gestorben. Der Mann sei mit seinem Wagen bei Schneeglätte auf gerader Strecke ins Schleudern geraten, sagte eine Polizeisprecherin. Dann krachte er mit seinem Fahrzeug auf der Gegenfahrbahn in einen Lastwagen mit Anhänger. Der Mann starb noch am Unfallort. Der Lkw-Fahrer erlitt einen Schock.

Zudem hatten sich zwei Lastwagen auf einer Landstraße zwischen Vörden und Damme (Kreis Vechta) in einer Kurve quergestellt. Bei einem Ausweichversuch gerieten vier weitere Autos ins Schleudern und fuhren in die angrenzenden Straßengräben. Bei dem Unfall wurde eine Person leicht verletzt. Größere Unfälle gab es in Niedersachsen aber bis zum frühen Nachmittag nicht. „Die Leute haben sich auf die Straßenverhältnisse eingestellt“, sagte Heiner van der Werp von der Polizei in Rotenburg.

In Berlin wurden bis Mittwochmittag knapp 300 Verkehrsunfälle registriert, wie eine Polizeisprecherin sagte. Eine 48-Jährige wurde auf einem Zebrastreifen angefahren, weil ein Autofahrer nicht rechtzeitig bremsen konnte. Die Frau kam mit schweren Kopf- und Beinverletzungen ins Krankenhaus, sei aber nicht in Lebensgefahr.

In Mecklenburg-Vorpommern ließ der Dauerfrost mehrere Kanäle zufrieren, das Fahrgastgeschäft auf der Müritz kam zum Erliegen. Komplett zugefroren sei bislang aber kein großer See, sagte Olaf Schatzki vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Waren.

Im Internet ist das Wetter ein beliebtes Gesprächsthema: „Kind hat ersten Schnee in der Hand. Sie freute sich 2 Sekunden, hat diesen einfach gegessen und schlief zufrieden ein“, schrieb ein Nutzer bei Twitter über seinen Wintermorgen.

Selbstironisch reagierten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auf spöttische Hinweise zum Winterwetter, mit dem der Nahverkehr in der Hauptstadt in der Vergangenheit häufig zu kämpfen hatte: „Servicetweet: Alle Scherze mit ,Schnee‘, ,überraschend‘ und ,BVG‘ sind jetzt gemacht worden. Wir nehmen keine Einsendungen mehr an“, teilte die BVG auf Twitter mit.

Eiskratzen und Schneeräumen bleiben im Norden und Osten Deutschlands bei teils zweistelligen Minusgraden noch bis zum Freitag angesagt - in der Westhälfte wird der Regenschirm gebraucht. Danach soll die milde Luft die Oberhand bekommen und die Kälte aus Deutschland verdrängen, wie der Meteorologe Christian Herold vom DWD sagte. Überall zieht Schmuddelwetter ein. „Am Wochenende gibt es dann auch in den Gipfellagen der Mittelgebirge Tauwetter.“

 

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