In einer Ryanair-Maschine : Weil sie nicht schnell genug Platz machte: Fluggast beleidigt Sitznachbarin rassistisch

In einer Ryanair-Maschine kam es zu dem Streit mit den rassistischen Äußerungen.
In einer Ryanair-Maschine kam es zu dem Streit mit den rassistischen Äußerungen.

Ein Brite beleidigt eine Frau als "hässlichen, schwarzen Bastard". Am Ende muss die 77-Jährige den Platz wechseln.

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22. Oktober 2018, 12:13 Uhr

Barcelona | Das im Internet verbreitete Video zeigt den rassistischen Vorfall in einer Ryanair-Maschine. Darin ist zu sehen, wie ein älterer männlicher Fluggast eine 77-jährige Frau als "ugly black bastard", also "hässlichen, schwarzen Bastard" beschimpft. Das Bordpersonal und andere Fluggäste versuchen schlichtend einzugreifen, am Ende wird aber der Frau ein neuer Sitzplatz zugewiesen. Genau so hatte es der pöbelnde Mann verlangt.

Zu dem Streit soll es laut dem "Guardian" gekommen sein, weil die 77-jährige Frau, bei der es sich um eine Farbige handelt, dem Briten nicht schnell genug Platz gemacht haben soll. Die Tochter der Frau, die ebenfalls mit an Bord war, erzählte der Zeitung gegenüber, dass ihre Mutter an Arthritis leide und gar nicht schneller hätte aufstehen können.

Andere Fluggäste und Steward versuchen zu schlichten

Immer wieder beginnt der Mann die Frau verbal anzugreifen: "Sprechen Sie nicht in einer ausländischen Sprache mit mir." Und weiter: "Wenn Sie sich nicht wegsetzen, werde ich sie auf einen anderen Platz schubsen." Ein Passagier in der Reihe hinter dem fluchenden Fluggast versucht schlichtend einzugreifen und bittet den Mann, endlich aufzuhören.

Auch ein Steward von Ryanair versucht den aufgebrachten Briten zu beruhigen, weist aber am Ende der 77-Jährigen einen neuen Platz zu, genau wie es der Mann gefordert hatte. Für dieses Vorgehen wird die irische Airline im Internet scharf kritisiert.

Weiterlesen: Warum eine Ryanair-Crew ein Protest-Foto inszenierte

Gegenüber ITV News äußert sich der David Lawrence, der den Vorfall gefilmt hatte, schockiert und sagt, dass der schimpfende Mann den Flieger hätte verlassen müssen.

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Auf ihrem Twitter-Kanal schreibt Ryanair am Montag, dass sie den Fall den Sicherheitsbehörden in Essex informiert hat. Die britische Polizei soll sich jetzt mit dem Fall beschäftigen.

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Der Vorfall verschärft das Imageproblem der Airline, der zu geringe Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen vorgeworfen werden: Das Unternehmen muss den ersten Gewinnrückgang seit fünf Jahren verdauen. Wie Ryanair am Montag in Dublin mitteilte, sank der Gewinn im ersten Geschäftshalbjahr um 7 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Als Gründe nannte die Airline Streiks, hohe Kerosinpreise, geringere Ticketpreise und Ersatzzahlungen wegen der EU-Fluggastrechte.

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