Auch "Camp Fire" unter Kontrolle : Waldbrände in Kalifornien eingedämmt – Noch rund 250 Vermisste

Rettungskräfte durchstreifen das abgebrannte Paradise auf der Suche nach Opfern.
Rettungskräfte durchstreifen das abgebrannte Paradise auf der Suche nach Opfern.

Nach Angaben des Sheriff-Büros in Butte sind erst 54 Todesopfer identifiziert, nach 249 Menschen werde noch gesucht.

shz.de von
26. November 2018, 07:22 Uhr

Los Angeles | Zweieinhalb Wochen nach Ausbruch haben die Einsatzkräfte der Feuerwehr das zerstörerische "Camp Fire" zu 100 Prozent eingegrenzt. Das teilte die kalifornische Forst- und Brandschutzbehörde CalFire am Sonntag mit.

Der Waldbrand im Norden des Bundesstaats Kalifornien hat mindestens 87 Menschen getötet und rund 13.000 Gebäude zerstört. Starker Regen hatte die Löscharbeiten in den vergangenen Tagen begünstigt.

Viele Tote noch nicht identifiziert

Nach Angaben des Sheriff-Büros in Butte sind erst 54 der 87 Todesopfer identifiziert, nach 249 Menschen werde noch gesucht. Von der 26.000-Einwohnerstadt Paradise ist nach dem "Camp Fire" fast nichts mehr übrig. Innerhalb von 24 Stunden brannten nahezu alle Häuser ab. Ein Wiederaufbau der Kleinstadt ist laut Experten gefährlich.

Die Brände in Südkalifornien hatte die Feuerwehr schon vorher unter Kontrolle gebracht. Beim "Woolsey Fire" in Malibu waren drei Menschen ums Leben gekommen.

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Überflutungen und Waldbrände – die neue Normalität in den USA?

Die USA waren in den vergangenen Monaten verheerenden Naturkatastrophen ausgesetzt. Im September und Oktober hatten der Tropensturm "Florence" und der Hurrikan "Michael" die Südostküste schwer verwüstet. Etliche Menschen starben. Im November brachen dann Waldbrände im trockenen Kalifornien aus. Das "Camp Fire" im Norden entwickelte sich zum schlimmsten Feuer in dem US-Bundesstaat seit Beginn der Aufzeichnungen.

In einem neuen Bericht warnen US-Bundesbehörden vor schwerwiegenden Folgen des Klimawandels für die USA. Die Fachleute mahnen, er führe zu extremen Wetterbedingungen und Überflutungen, gefährde die Gesundheit und schade der Infrastruktur. US-Präsident Donald Trump spottete jüngst wieder über die Experten-Warnungen. Er glaube nicht, dass Menschen für den Klimawandel verantwortlich seien.

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