Nach Tod eines Siebenjährigen : Totschlag-Prozess gegen Pflegeoma: Trennung nicht ertragen?

In Heilbronn muss sich nun die 70-Jährige (vorne, Mitte) vor Gericht verantworten.
In Heilbronn muss sich nun die 70-Jährige (vorne, Mitte) vor Gericht verantworten.

Die 70-Jährige soll das ihr anvertraute Kind im April erwürgt und in einer Badewanne abgelegt haben.

shz.de von
27. November 2018, 12:43 Uhr

Heilbronn | Nach dem gewaltsamen Tod eines Siebenjährigen in Künzelsau (Baden-Württemberg) steht seit Dienstag die langjährige Betreuerin des Jungen in Heilbronn vor Gericht. Die 70-Jährige soll das ihr anvertraute Kind am 27. April erwürgt und in einer Badewanne abgelegt haben.

Angeklagte verzichtet auf Aussage

Die Frau wollte sich am ersten Prozesstag weder zu ihrem Lebenslauf noch zu den Vorwürfen äußern. Laut Staatsanwaltschaft hatte die Angeklagte den Jungen früher fast täglich gesehen, seit dem Beginn der Grundschule aber immer seltener. Vermutlich weil sie diese langen Trennungszeiten nicht mehr ertragen konnte, habe die Kindersitterin sich entschlossen, den Siebenjährigen zu töten.

Da Mordmerkmale wie Heimtücke oder Habgier nicht vorliegen, lautet die Anklage auf Totschlag. Das Landgericht Heilbronn hat neun Verhandlungstermine bis zum 30. Januar benannt.

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