Gewaltausbrüche in den USA : Todesschütze in Yoga-Studio war offenbar Frauenhasser

Polizeiermittler untersuchen ein Yoga-Studio, nachdem ein Mann dort um sich schoss. Foto: Steve Cannon/FR127919 AP/dpa
Polizeiermittler untersuchen ein Yoga-Studio, nachdem ein Mann dort um sich schoss. Foto: Steve Cannon/FR127919 AP/dpa

In Florida sterben zwei Frauen, bevor sich der Schütze selbst tötet. Auch in einem Nachtclub in New York fallen Schüsse.

Avatar_shz von
03. November 2018, 08:34 Uhr

Tallahassee/Watertown | Möglicherweise aus frauenfeindlichen Motiven hat ein Mann in einem Yoga-Studio im US-Bundesstaat Florida um sich geschossen und zwei Menschen getötet. Er soll nach Medienberichten schon vor Jahren Hass-Videos mit rassistischen und frauenfeindlichen Inhalten gepostet haben. Zudem bezeichnete sich der mutmaßliche Todesschütze in einer Reihe von YouTube-Videos von 2014 als "Incel", wie US-Medien am Samstag (Ortszeit) berichteten.

Der englische Begriff setzt sich aus "involuntary" und "celibate" zusammen und bezeichnet Menschen, die unfreiwillig zölibatär leben. Demnach war der mutmaßliche Täter von Frauen immer wieder abgelehnt worden. Der Schütze hatte am frühen Freitagabend (Ortszeit) in dem Yoga-Studio zwei Frauen im Alter von 21 und 61 Jahren getötet und vier weitere Menschen angeschossen. Zudem habe er eine Person mit seiner Pistole geschlagen, sagte der Polizeichef von Tallahassee, Michael DeLeo. Danach tötete sich der 40-Jährige selbst.

Hinweise auf "mutigen" Kampf in Yoga-Studio

Alle Anzeichen deuteten darauf hin, dass es sich um einen Einzeltäter gehandelt habe, sagte DeLeo. Laut Polizei gibt es Hinweise, dass einige Menschen in dem Studio gekämpft und versucht haben, sich selbst und andere zu retten.

Im Nachtlokal "Club Rio" in Watertown im US-Staat New York wurden in der Nacht zum Samstag mehrere Menschen durch Schüsse verletzt, wie örtliche Medien am Samstag berichteten. Mehrere Verletzte wurden ins Krankenhaus gebracht. Auf der Suche nach dem Täter habe die Polizei mehrere Verdächtige befragt, aber bisher niemanden festgenommen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen