Kabelbrand in der Nacht : 15.000 Berliner Haushalte ohne Strom – versehentliche Brandstiftung

Avatar_shz von 03. Oktober 2021, 17:45 Uhr

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Mitarbeiter des Stromnetz Berlin arbeiten an den beschädigten Stromkabeln in Berlin Prenzlauer Berg.
Mitarbeiter des Stromnetz Berlin arbeiten an den beschädigten Stromkabeln in Berlin Prenzlauer Berg.

Fallen große Stromleitungen aus, sind immer direkt sehr viele Menschen betroffen, so wie in der Nacht in Berlin. Nun ist mehr über die Hintergründe bekannt.

Berlin | Wegen fahrlässigen Umgangs mit Feuer nahe einer Starkstromleitung in Berlin-Prenzlauer Berg sind in der Nacht zu Samstag mehrere tausend Haushalte ohne Strom gewesen. Zum Teil dauerte der Stromausfall bis zum Samstagnachmittag an, bevor er behoben war. Feuer entstand wohl versehentlich Nach ersten Erkenntnissen der Polizei entstand der Brand versehentlich. Die Kriminalpolizei gehe derzeit davon aus, dass es sich um fahrlässige Brandstiftung gehandelt habe, sagte eine Sprecherin am Sonntag. Für einen gezielten Anschlag – etwa aus politischen Gründen – gab es demnach zunächst keine Hinweise. Dicke Rohre, die an der Dänenstraße den S-Bahnring überqueren und zwischen denen Kabel verlaufen, standen komplett in Flammen, wie die Polizei mitteilte und Fotos in den sozialen Netzwerken zeigen. Bewohner eines nahe gelegenen Mietshauses mussten ihre Wohnungen zwischenzeitlich verlassen. Related content Ermittler prüfen mögliches politisches Motiv Zunächst hatte auch der für extremistische Taten zuständige Staatsschutz im Landeskriminalamt (LKA) geprüft, ob es ein politisches Motiv gegeben haben könnte. Die Polizei setzte in der Nacht zu Samstag eine spezielle Aufbauorganisation ein, um die Lage zu beobachten, den Einsatz zu koordinieren und bei möglichen weiteren Taten schnell reagieren zu können. Related content Der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei im Land (GdP), Benjamin Jendro, twitterte am Samstag: "Das ist keine politische Meinungsäußerung. Wer Brandanschläge auf wichtige Bestandteile unserer Infra- und Versorgungsstruktur verübt, handelt absolut sinnfrei und greift unser demokratisches Zusammenleben an. Diese extremistischen Anschläge fordern vielleicht keine Menschenleben, sind aber dennoch ein perfider Versuch zu destabilisieren, was man nicht kleinreden sollte." Linksextremisten zünden Versorgungseinrichtungen an Brandanschläge auf Versorgungseinrichtungen in Berlin sind schon mehrfach vorgekommen. Die Täter waren laut Bekennerschreiben im Internet oft Linksextremisten. Im Oktober vor einem Jahr gab es einen Brandanschlag auf Kabelverbindungen der S-Bahn nahe dem Bahnhof Frankfurter Allee. Der S-Bahn-Verkehr war lange gestört. ...

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