Selfie-Fragebogen : Shooting-Star Höller: Schwarzenegger kauft seine Kunst, Mutter macht seine Wäsche

Alexander Höller.
Alexander Höller.

Alexander Höller ist 24 Jahre alt – und verkauft seine Kunst an Schwarzenegger und Bohlen. Der Newcomer im Fragebogen.

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27. November 2020, 05:00 Uhr

Berlin | Interviews gehören zum Alltag von Prominenten und Journalisten. Die einen trauen sich nie, ihre besten Fragen zu stellen. Die anderen lavieren rum. Schluss damit! Im Selfie-Interview beantworten unsere Gesprächspartner Fragen, die ans Eingemachte gehen – und liefern das Beweisbild gleich mit.

Heute antwortet Alexander Höller. Schon mit 24 Jahren hat der bildende Künstler sich am Markt platziert – und verkauft seine Bilder an Sammler wie Arnold Schwarzenegger, Oliver Kahn und Dieter Bohlen.

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Herr Höller, was im Haushalt nervt Sie am meisten?

Wäsche waschen. Jetzt habe ich noch Glück, da ich für meine tägliche Arbeit im Atelier mein Arbeitsoutfit in zehnfacher Ausführung habe. Okay, ich bin mal ehrlich: Ich lasse meine Wäsche immer noch von meiner Mutter waschen. Die ist ganz schön angepisst, weil sie alle zwei bis drei Wochen einen großen Korb mit Dreckwäsche zugefahren bekommt.

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Alexander Höller


Was ist die beste Beleidigung in Ihrem aktiven Wortschatz?

Ich beleidige niemanden. Jedoch sage ich viel zu oft „Fuck“... auch in Gesprächen/Situationen, in denen das vielleicht nicht so angebracht ist.

Was ist das peinlichste Kompliment, das Sie gemacht oder bekommen haben?

Eine ältere Dame sagte vor kurzem in der Warteschlange an einer Supermarktkasse in München zu mir: „Sie sind im Inneren bestimmt ein total lieber Mensch, oder?“ Das war eine lustige Situation. Einschließlich mir selbst haben alle Menschen unter ihren Masken gelächelt.

Waren Sie ein hübsches Kind?

Waren? ;)

Was ist die schlimmste Eigenschaft von Menschen Ihres Berufs?

Kann nicht für alle Künstlerinnen und Künstler sprechen, aber wenn ich von mir selbst ausgehe ... meine Ungeduld.

Mit welchem Tier teilen Sie Ihr Leben?

Aktuell habe ich kein Haustier. Wir hatten mal einen Hund. Als sie gestorben ist, hat das ganz schön weh getan. Ich habe momentan aber auch einfach nicht die Zeit für ein Haustier.

Da wäre es dem Tier gegenüber nicht fair, wenn ich nicht genug Aufmerksamkeit aufbringen könnte. Und Freundin habe ich aktuell keine.

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Alexander Höller


Was ist das Ekligste, das Sie jemals im Mund hatten?

Heute im Nachhinein betrachtet ein Stück Steak. Ich lebe mittlerweile vegetarisch.

Wie sehen Sie nach dem Aufwachen aus?

Das erste was ich früh morgens tue ist eiskalt duschen und anschließend zwei Tasse Kaffee trinken. Schwarz. Dann traue ich mich meistens das erste Mal, in den Spiegel zu schauen.

Wie beliebt waren Sie in der Schule?

Gemischt. Die einen mochten mich, weil ich eher so der rebellische Schüler-Typ war und mit 16 mein erstes Tattoo (ART IS MY PASSION) auf der Brust hatte. Andere haben mich genau deshalb nicht leiden können. Ich denke aber eher beliebt.

Was war das Schlimmste an Ihrer Pubertät?

Die Auseinandersetzungen mit meinen Eltern. Ich bin aber sehr spät in die Pubertät reingekommen und auch nach kurzer Zeit wieder „rausgeflogen“.

Was haben Sie sich von Ihren ersten Einnahmen gekauft?

Neue Leinwände und Ölfarben.

Was ist der unvernünftigste Luxus, den Sie sich leisten?

Ich lebe privat sehr minimalistisch. Woran ich jedoch nicht spare, ist am Essen und Trinken. Ebenso wenn es ums Fliegen geht, lege ich Wert auf Komfort.

Wie verändert Alkohol Ihre Persönlichkeit?

Ich tue oft „riskante“ Sachen wie z.B. irgendwo hochklettern. Früher war ich kein beliebter Partygast, da die Feiern oft eskaliert sind weil meine Freunde und ich teilweise so krass abgegangen sind, dass wir am nächsten Morgen alle in Scherben aufgewacht sind. Mittlerweile braucht man sich als Gastgeber aber keine Sorgen mehr zu machen. Ich kann mich benehmen (haha).

Mit wem werden Sie am häufigsten verwechselt?

Als ich noch keine Tattoos am Hals hatte, haben mich oft Leute angesprochen, dass ich Ähnlichkeit mit Kurt Cobain habe. Ein bisschen Ähnlichkeit ist schon vorhanden.

Was ist die übelste Ecke bei Ihnen im Haus?

Eindeutig die Kiste vor meinem Spiegel im Schlafzimmer. Das ist ein großer Umzugskarton in den / auf den ich immer meine ganzen Kleidungsstücke werfe. Da sammelt sich dann echt einiges über die Zeit an, weil ich zu faul bin, das Zeug aufzuhängen.

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Alexander Höller


Was ist das Schlimmste, das Fans Ihnen schreiben?

Ich bekomme zum Glück fast so gut wie gar keinen #hate in den sozialen Medien. Ich denke das liegt daran, dass die Leute spüren, dass ich real bin und mich nicht verstelle.

Was ist das Schönste an Ihnen?

Andere behaupten mein Lächeln, ich persönlich finde meine tätowierten Hände sehr schön.

Haben Sie Tattoos und wenn ja: Was bedeuten sie?

Ich habe schätzungsweise knapp 200 Stunden beim Tätowieren verbracht. Irgendwann aufgehört zu zählen, wie viele ich genau habe. Mein wichtigstes Tattoo ist mein erstes Gesichtstattoo – „The Emotion Artist“ steht auf meiner Stirn. Immer wenn ich in den Spiegel schaue, weiß ich, dass ich nie wieder in ein bürgerliches Leben zurückkehren möchte. Meine Face-Tattoos sind sozusagen eine Motivation für mich.

Welche Lüge gebrauchen Sie am häufigsten?

„Sorry, dass ich zu spät bin. Ich stand im Stau.“

Wovor hatten Sie als Kind Angst?

Vor Haien. Diese Angst ist jedoch mittlerweile besiegt. Vor drei Jahren bin ich im Meer mit ca. 50 Haien geschwommen. Das Gefühl, danach die eigene Angst zu überwunden zu haben – einfach toll!

Was haben Sie in Ihrem Leben verpasst?

Noch nichts. Ich bin noch jung, 24 – meine besten Jahre liegen jetzt vor mir :)

Was bringt Sie zum Weinen?

Wenn ich sehe, lese/höre, dass Menschen andere Menschen aufgrund einer anderen Meinung/Glauben/Ideologie grundlos töten.

Haben Sie schon einmal etwas gestohlen?

Nein.

Wie möchten Sie sterben?

Schmerzfrei.

Wie stellen Sie sich Gott vor?

Ich glaube, dass jeder von uns ein Teil von Gott ist. Unabhängig von Hautfarbe, Nationalität oder Geschlecht. Jeder von uns verändert tagtäglich etwas auf unserem Planeten.

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