Am Tag der deutschen Einheit : "Revolution Chemnitz" wollte Wendepunkt der Geschichte erzwingen

Die Polizei nahm vor dem 3. Oktober, an dem offensichtlich terroristische Anschläge geplant waren, Verdächtige der Organisation 'Revolution Chemnitz' fest.
Die Polizei nahm vor dem 3. Oktober, an dem offensichtlich terroristische Anschläge geplant waren, Verdächtige der Organisation "Revolution Chemnitz" fest.

Gewalttaten wollte die rechtsterroristische Vereinigung "Revolution Chemnitz" am Tag der deutschen Einheit verüben.

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07. Oktober 2018, 11:13 Uhr

Berlin | Dies berichtete die "Welt am Sonntag" und berief sich dabei auf eine ihr vorliegende, als vertraulich gestempelte Analyse des Bundeskriminalamtes (BKA). Demnach ergab die Auswertung des Messenger-Chats der Gruppe, dass sie schwere Straftaten für ein geeignetes Mittel gehalten hätten, um eine "Systemwende" in Deutschland zu erreichen. Am Einheitstag geplante Taten hätten nach dem Selbstverständnis der Gruppe zu einem "Wendepunkt der deutschen Geschichte" führen sollen.

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Die Auswahl des Datums macht demnach dem BKA zufolge deutlich, dass sich die Mitglieder im Chat in "Gewaltplanungen und -phantasien" ergingen, um damit als "herausragend" innerhalb der rechtsextremistischen Szene zu erscheinen. Aus der Bemerkung eines Beschuldigten im Chat lasse sich ableiten, dass "Revolution Chemnitz" während Demonstrationen durch gezielte Provokationen "eine Konfrontation der linken Szene mit eingesetzten Polizeikräften" initiieren wollte. In einer Mitteilung der Bundesanwaltschaft hatte es zuvor geheißen, die Beschuldigten verfolgten auf der Grundlage ihrer rechtsextremistischen Gesinnung ein "revolutionäres", auf die Überwindung des demokratischen Rechtsstaates gerichtetes Ziel.

Sieben der Verdächtigen waren am Montag in Sachsen und Bayern festgenommen worden, ein achter bereits am 14. September. Gegen alle wurde Untersuchungshaft angeordnet. Dem Bericht zufolge zeigte die BKA-Analyse des Chats eine strenge Hierarchie innerhalb der Gruppe.

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