Urteil in Salzburg : Leiche in Tonne versteckt: Sieben Jahre Haft für 62-jährige Deutsche

Die Geschworenen hätten in dem Verfahren gegen eine 62-jährige Deutsche nicht auf Mord befunden, sondern auf Körperverletzung mit tödlichem Ausgang, sagte ein Gerichtssprecher.
Die Geschworenen hätten in dem Verfahren gegen eine 62-jährige Deutsche nicht auf Mord befunden, sondern auf Körperverletzung mit tödlichem Ausgang, sagte ein Gerichtssprecher.

Die Frau wollte ihre Ruhe haben und verabreichte ihrem Freund Schlaftabletten. Er wachte nicht mehr auf.

shz.de von
06. Dezember 2018, 07:57 Uhr

Salzburg | Weil sie genervt von Sexspielen war, hat eine 62 Jahre alte Berlinern ihrem österreichischen Freund Schlaftabletten verabreicht – und dadurch wohl unbeabsichtigt getötet. Das Landesgericht Salzburg verurteilte die in Deutschland wegen Betrugs gesuchte Krankenschwester am Mittwochabend zu sieben Jahren Haft. Die Geschworenen hätten nicht auf Mord befunden, sondern auf Körperverletzung mit tödlichem Ausgang, sagte ein Gerichtssprecher. Sie hätten die Frau auch wegen mehrerer anderer Straftaten für schuldig befunden, darunter Störung der Totenruhe. Die Frau kann gegen das Urteil Berufung einlegen. (Weiterlesen: Paar in Mexiko soll für 20 Frauenmorde verantwortlich sein)

Eindeutige Todesursache unklar

Die Frau räumte ein, die Leiche ihres Freundes 2017 in einer Tonne versteckt zu haben. Sie habe ihre Ruhe haben wollen und dem Mann Schlaftabletten verabreicht, ihn aber nicht töten wollen, sagte sie. Sie habe wegen der Delikte in Deutschland nichts mit der Polizei zu tun haben wollen und die Leiche deshalb versteckt. Die Leiche des 73-Jährigen war schon stark verwest, als sie entdeckt wurde. Die Todesursache konnte deshalb nicht mehr eindeutig festgestellt werden.

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