Rund 300 Passagiere an Bord : Nach Vorfall auf „Regina Seaways“: Ostsee-Fähre läuft in litauischen Hafen ein

Die Fähre „Regina Seaways“ am Ostuferhafen in Kiel. /Archiv

Die Fähre „Regina Seaways“ am Ostuferhafen in Kiel. /Archiv

Auf einer Ostsee-Fähre entwickelte sich während ihrer Fahrt zwischen Kiel und dem litauischen Hafen Klaipeda Rauch im Maschinenraum.

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02. Oktober 2018, 15:41 Uhr

Kaliningrad | Auf einer Ostsee-Fähre mit knapp 300 Passagieren an Bord ist es am Dienstag zu einem Zwischenfall gekommen. Am Mittag war in einem Auto-Frachtraum des Fährschiffs "Regina Seaways" ein Feuer ausgebrochen. Etwa zwei Stunden später meldete das litauische Verteidigungsministerium, dass der Brand gelöscht sei. Mit rund fünf Stunden Verspätung ist die von einem Maschinenschaden betroffene Ostsee-Fähre am Abend im litauischen Hafen Klaipeda angekommen. „Alle Passagiere sind wohlauf“, sagte der Sprecher der Reederei DFDS in Kopenhagen, Gert Jakobsen.

Nach Angaben der Reederei entwickelte sich lediglich Rauch nach einem Maschinenschaden, ein offenes Feuer hatte es laut dem Sprecher aber nicht gegeben. "Alle Menschen sind gesund und munter, sie sind alle auf dem Schiff, es gibt keine Panik, keine Verletzten", sagte auch Eugenijus Valikovas von der Seenotrettungsleitstelle der litauischen Armee der Agentur BNS.

Evakuierung nicht nötig

Die Fähre "Regina" des dänischen Betreibers DFDS hatte Kiel am Montag verlassen. Als die Störung auftrat, war das Schiff noch etwa 110 Kilometer von seinem Zielort, dem litauischen Hafen Klaipeda, entfernt. Die litauische Armee schickte nach eigenen Angaben sofort einen Hubschrauber zu der Fähre. Später sollten vier Marine-Schiffe eintreffen, um bei Bedarf die Passagiere an Bord zu nehmen.

An Bord waren auch Autos und Lastwagen. Russische Medien schrieben unter Berufung auf örtliche Behörden, dass vier bis fünf Meter hohe Wellen die Arbeiten erschwerten. Der Besatzung sei es gelungen, einen Dieselgenerator in Gang zu setzen, um die Räume in der Fähre zu lüften. Außerdem wollte die Crew versuchen, einen Motor zu starten, damit das Schiff nicht länger manövrierunfähig ist.

Nach Informationen des Echtzeit-Schiffanzeigers "Marinetraffic" befand sich die Fähre zum Zeitpunkt des Zwischenfalls an folgender Stelle:

Das rote Symbol zeigt den Aufenthaltsort der Fähre in der Ostsee. Foto: Screenshot bearbeitet: NOZ/Google Earth
Screenshot bearbeitet: NOZ/Google Earth
Das rote Symbol zeigt den Aufenthaltsort der Fähre in der Ostsee. Foto: Screenshot bearbeitet: NOZ/Google Earth
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