Selfie-Fragebogen : Bastian Bielendorfer: Darum wurde das Lehrerkind bei Twitter gesperrt

Bastian Bielendorfer.
Bastian Bielendorfer.

Bei „Grill den Henssler“ kocht Bastian Bielendorfer – Popcorn-Suppe! Vorher stellt er sich unserem Selfie-Fragebogen.

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17. Mai 2020, 04:00 Uhr

Berlin | Interviews gehören zum Alltag von Prominenten und Journalisten. Die einen trauen sich nie, ihre besten Fragen zu stellen. Die anderen lavieren rum. Schluss damit! Im Selfie-Interview beantworten unsere Gesprächspartner Fragen, die ans Eingemachte gehen – und liefern das Beweisbild gleich mit.

Heute antwortet Bastian Bielendorfer. Am Sonntag, 17. Mai, versucht er sich bei „Grill den Henssler“ (Vox, 20.15 Uhr) an einer „Lauch-Mais-Suppe mit Popcorn“, in seiner Heimat Gelsenkirchen angeblich eine anerkannte Vorspeise. Mit dem Lehrerkind stehen am Herd: die Dschungelkönigin Evelyn Burdecki und der Komiker Paul Panzer.

Grill den Henssler: Bastian Bielendorfer im Kreise seiner kulinarischen Mitstreiter.
TVNOW / Frank W. Hempel
Grill den Henssler: Bastian Bielendorfer im Kreise seiner kulinarischen Mitstreiter.


Herr Bielendorfer, was können/konnten Ihre Großeltern, was Sie nicht können?

Mein Opa war Chemiker. Ich wollte es ihm gern gleichtun und auch ein großer Wissenschaftler werden. Jedenfalls bis ich die erste Klausur in Chemie wiederbekommen habe und feststellen musste, eine Fünf bedeutet wohl so viel wie exakt null Talent.

Wie sehen Sie nach dem Aufwachen aus?

Wie Shrek nach einer Entziehungskur.

Mit welchem Tier teilen Sie Ihr Leben?

Meinem Hund Otto.

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Bastian Bielendorfer


Wie beliebt waren Sie in der Schule?

Unter dem Gefrierpunkt. Irgendwo hinter dem bissigen Hund vom Hausmeister und Windpocken.

Wie verändert Alkohol Ihre Persönlichkeit?

Ich werde überdreht, lustig, müde, leider in unterschiedlichen Abfolgen.

Was sehen Sie, wenn Sie aus Ihrem Fenster gucken?

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Bastian Bielendorfer


Welches Idol Ihrer Jugend hat Sie später enttäuscht?

David Hasselhoff. Ich glaube, wie alle Kinder der frühen 90er glaubte ich mit zehn, die bedeutsamsten und mächtigsten Menschen des Planeten wären Michael Jackson, Madonna und David Hasselhoff. Ist für alle drei nicht gut ausgegangen, diese Fehlannahme.

Wie gut behandeln Sie Ihre Zimmerpflanzen?

Exzellent. Hoffentlich.

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Bastian Bielendorfer


Welchen Tweet, Facebook- oder Instagram-Post bereuen Sie?

Ich habe mal der Check-24-Familie ein frühes Ableben gewünscht, weil sie mir in der Werbung mit ihrer künstlichen Fröhlichkeit so auf den Keks gegangen sind. Folge war eine vierwöchige Sperre durch Twitter, die sich auch nicht mit dem Argument lösen ließ, dass es sich dabei um eine fiktive Familie handelt.

Was würden Sie gern an sich ändern?

Naja, ein paar Kilo könnten runter, besonders im Gesicht.

Womit nerven Sie Ihre Kollegen?

Ich lasse sie nicht ausreden. Das tue ich leidenschaftlich gern in meinen beiden Podcasts „Alliteration am Arsch“ mit Reinhard Remfort und „Bratwurst und Baklava“ mit Özcan Cosar.

Wie hat Geld oder seine Abwesenheit Ihr bisheriges Leben geprägt?

Die Erkenntnis, seit ich Geld habe, ist, dass ich auch ohne Geld glücklich war. Als Student waren meine Standards aber auch niedriger, ich bin mir nicht sicher, ob ich mich heute noch von Golden Toast und Zimbo-Frikadellen ernähren wollen würde.

Welche Lüge gebrauchen Sie am häufigsten?

Ich melde mich gleich.

Bei welchem Buch haben Sie mittendrin aufgegeben.

Effie Briest. Die langweiligste Bummspolka, die man Schülern nur antun kann.

Wovor hatten Sie als Kind Angst?

Fliegen. Also nicht das Insekt.

Wovor haben Sie heute Angst?

Fliegen. Ich bin wohl nicht sehr lernfähig.

Was ist das Unangenehmste, das Sie für Geld getan haben?

Im Supermarkt gearbeitet und mich von einer Frau mit Hitlerdamenbart wie einen Sklaven behandeln lassen. Waren zum Glück nur drei Stunden, bis ich gefeuert wurde.

Welches Erinnerungsstück aus Ihrer Kindheit bewahren Sie auf?

Einen alten Baskenhut meines Opas, den ich sehr geliebt habe.

Welche Interview-Frage können Sie nicht mehr hören?

Wie ist es eigentlich, ein Lehrerkind zu sein?

Wer kann alles, was Sie selbst gut können, noch besser?

Meine Frau. Wenn sie sie fragen.

Wie möchten Sie sterben?

Alt. Ruhig. Mit Freunden und meiner Familie im Raum. Bereit und friedlich.

Wie stellen Sie sich Gott vor?

Gar nicht. Ich glaube nicht an Gott. Ich respektiere die Idee, aber es gibt zu viel Grausamkeit auf dieser Welt, als dass ich einen gütigen Schöpfer hinter allem sehen könnte. Nur Zufall. Mehr Fragebögen

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