Weil ihrer kaputt ging : 95-jähriger Fan bekommt Gameboy von Nintendo geschenkt

Ein original Game Boy: In dieser Version kam er 1990 in Europa auf den Markt.
Ein original Game Boy: In dieser Version kam er 1990 in Europa auf den Markt.

Das japanische Unternehmen Nintendo hat für eine herzerwärmende Geschichte gesorgt.

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26. Februar 2020, 12:39 Uhr

Chiba | Eine 95 Jahre alte Japanerin hat sich in einem Brief an den Nintendo-Kundenservice gewandt, da ihr alter Gameboy kaputtgegangen ist. Der Zeitpunkt war denkbar ungünstig. Gerade als es mit ihrer Gesundheit bergab ging, versagte ihr elektronischer Lebensbegleiter. Dabei brauche sie ihn, um Tetris zu spielen und sich so geistig fit zu halten.

Ein wahrlich „göttlicher“ Kundenservice

Ihr Enkelsohn habe die 95-Jährige auf den „göttlichen“ Kundenservice hingewiesen, wie es in einem von der japanischen Zeitung Asahi Shimbun veröffentlichten Artikel hieß. Daher beschloss sie, neben dem Brief auch das Gerät mit einzusenden, und hoffte auf eine Reparatur. Innerhalb von einer Woche kam die Antwort. Eine Reparatur sei laut Nintendo leider nicht möglich, da das Unternehmen knapp siebzehn Jahre nach Einstellung der Gameboy-Produktion keine passenden Bauteile mehr zur Verfügung hatte.

Doch ganz ohne Hilfe wollte Nintendo den treuen Fan nicht lassen. Also begab sich das Unternehmen auf die Suche nach einer Lösung und wurde in einem seiner Lager fündig. Darin fand sich tatsächlich noch ein neuer alter Gameboy, der kurzum an die Frau geschickt wurde. In einem beigelegten Brief wünschte das Unternehmen der Dame noch ein langes Leben.

Gezockt bis zum Schluss

Nach Angaben ihrer Tochter sei die Frau extrem glücklich über die Lieferung gewesen und habe sich selbst als „Glückspilz“ bezeichnet. Die Tochter war es auch, die die Geschichte ihrer Mutter vor wenigen Tagen über die Zeitung öffentlich machte. Am Ende des Artikels erzählt sie, dass ihre Mutter im Alter von 99 Jahren gestorben sei. Doch sie glaube fest daran, dass sie jetzt im Himmel weiterhin passende Klötze aufeinanderstapelt. So wie sie es bis zu ihrem Lebensende getan hat.

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