Unfall mit zwei Toten und 27 Verletzten : 85-Jähriger wird nach Irrfahrt zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt

Der Rentner war im Mai 2016 mit seinem Wagen in eine Menschenmenge in der Altstadt von Bad Säckingen gefahren.
Der Rentner war im Mai 2016 mit seinem Wagen in eine Menschenmenge in der Altstadt von Bad Säckingen gefahren.

Er verwechselte Gas und Bremse, so dass sein Auto unkontrolliert in eine Menschenmenge raste.

shz.de von
10. Mai 2017, 13:14 Uhr

Bad Säckingen | „Fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung“, lautet das Urteil des örtliche Amtsgerichts in Bad Säckingen (Baden-Württemberg): Nach seiner tödlichen Irrfahrt in der Fußgängerzone in Bad Säckingen muss der heute 85-jährige Autofahrer nicht ins Gefängnis. Er wurde am Mittwoch zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, außerdem darf er sich nicht mehr ans Steuer eines Autos setzen.

Der Unfall sorgte deutschlandweit für Aufsehen - und er löste bundesweit eine Debatte über die Kompetenz von Senioren im Straßenverkehr aus.

Der Rentner hatte vor Gericht ein Geständnis abgelegt und die Opfer und deren Angehörige um Verzeihung gebeten. Bei dem Unglück Anfang Mai 2016 habe er Gas und Bremse seines Automatikautos verwechselt. Der Wagen sei daraufhin unkontrolliert in eine Menschenmenge gerast. Zuvor war er der Anklage zufolge mit einem Fahrradfahrer zusammengestoßen. Eine 63 Jahre alte Frau sowie ein 60-jähriger Mann kamen ums Leben. 27 Fußgänger wurden verletzt.

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