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Markt für Pyrotechnik : 33 Tote nach Feuerwerksexplosion auf Markt in Mexiko

vom

40 Menschen liegen weiterhin im Krankenhaus. Es ist nicht das erste Unglück auf diesem Markt.

Tultepec  | Nach der schweren Explosion auf einem Markt für Pyrotechnik in Mexiko ist die Zahl der Todesopfer auf 33 gestiegen. Rund 40 weitere Menschen würden noch in Krankenhäusern behandelt, teilte der Stabschef der Provinzregierung, José Manzur, am Mittwoch mit. Fünf der Verletzten seien noch immer in einem kritischen Zustand. Drei Kinder mit schweren Verletzungen würden zur Behandlung in die USA gebracht, sagte Gouverneur Ávila.

Präsident Enrique Peña Nieto gedachte der Opfer mit einer Schweigeminute. Es seien hart arbeitende Menschen gewesen, die sich für ihre Familien eingesetzt hätten, sagte er bei der Einweihung einen Krankenhauses. Als „Zeichen der Solidarität“ bat er die Gäste um eine Minute der Andacht.

Im Fernsehen war eine ganze Reihe von schweren Explosionen zu sehen. Eine große Rauchwolke stieg danach über der Ortschaft rund 40 Kilometer nördlich von Mexiko-Stadt auf. Die Stände auf dem Marktplatz wurden weitgehend zerstört.

Rettungskräfte suchten in den Überresten der Verkaufsstände nach Verschütteten. Spezialeinheiten der Polizei wurden nach Tultepec verlegt, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen, wie der Chef der Bundespolizei, Manelich Castilla, mitteilte. Ermittler der Generalstaatsanwaltschaft untersuchten die Unglücksursache.

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto schrieb auf Twitter: „Mein Beileid für die Familien jener, die bei diesem Unglück ihr Leben verloren haben. Den Verletzten wünsche ich eine baldige Besserung.“

 

Rund 300 Händler vertreiben auf dem Pyrotechnik-Markt von San Pablito Raketen, Böller und Feuerwerk. Dort werden nach Angaben der Verwaltung 80 Prozent allen Feuerwerks in Mexiko verkauft. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, war zunächst unklar. Bereits 2005 und 2006 hatte es auf dem Markt schwere Explosionen und Brände gegeben.

In Mexiko wird das ganze Jahr über Feuerwerk abgebrannt, beispielsweise bei religiösen Festen. Besonders viel geböllert wird aber am Nationalfeiertag im September und rund um Weihnachten. Immer wieder kommt es dabei zu schweren Unfällen. 2013 kamen bei der Explosion von Feuerwerksraketen während einer Prozession im Bundesstaat Tlaxcala 16 Menschen ums Leben, 153 weitere wurden verletzt. An Silvester 2003 wurden bei einer Explosion auf einem Pyrotechnik-Markt im Bundesstaat Veracruz 28 Menschen getötet.

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erstellt am 21.Dez.2016 | 07:22 Uhr

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