Im Süden von Nigeria : 17 Menschen nach Gottesdienst erschossen

Mehrere Täter schossen nach einem Neujahrsgottesdienst auf die Kirchengänger im nigerianischen Ort Omoku und flüchteten.

shz.de von
02. Januar 2018, 13:24 Uhr

Lagos | Unmittelbar nach dem Besuch eines christlichen Neujahrsgottesdienstes sind im Süden Nigerias 17 Menschen erschossen worden. Unbekannte Angreifer hätten im Ort Omoku im Bundesstaat Rivers nach der Messe am Montagmorgen das Feuer auf Kirchgänger eröffnet, erklärte am Dienstag Osi Olisa, der leitende Beamte des betroffenen Bezirks Ogba. Es gebe auch Verletzte. „Es war ein willkürlicher Angriff. Sie schossen auf jeden, den sie auf der Straße sahen“, erklärte Olisa. Die Täter seien flüchtig.

Zunächst bekannte sich keine Gruppe zu der Tat. Der Verdacht fiel aber auf eine Bande, die in dem Gebiet des ölreichen Niger-Deltas für zahlreiche Morde und Entführungen verantwortlich gemacht wird.

Bewaffnete Gruppen finanzieren sich dort teils mit Lösegeldzahlungen in Folge von Entführungen.

Eine andere Region des westafrikanischen Landes, der Nordosten, wird indes von der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram heimgesucht. Die Fundamentalisten haben jedoch bislang keine Angriffe oder Attentate so weit im überwiegend christlichen Süden des Landes ausgeführt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen