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S-Bahnhof-Attacke in Düsseldorf : 16 Jahre nach Bombenanschlag: Polizei nimmt Verdächtigen fest

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Ein Metallsplitter der Bombe tötete ein Baby im Mutterleib. Laut „Spiegel Online“ war der Festgenommene ein stadtbekannter Neonazi.

Düsseldorf | Fast 17 Jahre nach einem Bombenanschlag am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn mit überwiegend jüdischen Opfern hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Das teilten die Behörden am Mittwoch mit. Ein Richter habe Untersuchungshaft für einen 50-Jährigen aus dem Nachbarort Ratingen angeordnet. Weitere Details wollen die Behörden am Nachmittag bekanntgeben. Zunächst hatte „Spiegel Online“ über die Festnahme berichtet. Dem Bericht zufolge handelt es sich bei dem Verdächtigen um den  50-jährigen Ralf S. Der ehemalige Bundeswehrsoldat gelte als Waffennarr und habe in der Nähe des Anschlagsorts einen Militaria-Laden betrieben. Zu Zeiten des Anschlags im Sommer 2000 war er dem Bericht zufolge im Düsseldorfer Stadtteil Flingern als Neonazi bekannt gewesen.

Bei dem Anschlag vom 27. Juli 2000 waren zehn Menschen verletzt worden - überwiegend jüdische Einwanderer. Die Opfer kamen vom Deutschunterricht an einer Sprachschule. Die Rohrbombe, die um 15.04 Uhr am S-Bahnhof Wehrhahn explodierte, war mit dem Sprengstoff TNT gefüllt. Ein Metallsplitter drang in den Bauch einer schwangeren Frau ein und tötete ihr ungeborenes Baby. Die Frau schwebte in Lebensgefahr. Der Splitterhagel reichte 100 Meter weit.

Im Sommer 2015, 15 Jahre nach dem Bombenanschlag, hatten sich für die Ermittler noch einmal neue Ansätze ergeben. Beweisstücke, darunter das deformierte Geländer, an dem die Bombe hing, sollten auf verwertbare DNA-Spuren untersucht werden. Der Geländerabschnitt, an dem die Bombe hing, war herausgeschnitten und als Asservat verwahrt worden.

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erstellt am 01.Feb.2017 | 12:16 Uhr

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