CD-Tipp der Woche : Originell, liebenswert, unentbehrlich

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"Vetiver" sind eine wahre Perle der Neo-Folk-Szene San Franciscos. Auf ihrer vierten Scheibe "Tight Knit" versammeln sich ebenso schlichte wie wunderbare Songs.

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02. Oktober 2009, 03:29 Uhr

Kurz nach der Jahrtausendwende entstand sie, rund um mittlerweile bekannte Namen wie "Devendra Banhart" und "Joanna Newsom": die Neo-Folk-Szene in San Francisco. "Vetiver", benannt nach einem wohlriechenden asiatischen Süßgras, sind eines der etwas kleineren Pflänzchen dieser Bewegung. Sänger und Gitarrist Andy Cabic ist mit Weirdo Banhart - der seine neuen Songideen gern mal bei Kumpels auf den Anrufbeantworter spielt - gut befreundet. Und wenn er nicht als dessen Gitarrist durch die Weltgeschichte tourt, dann nimmt er selbst Songs auf - ganz konventionell im Studio.
Songs von entwaffnender Schönheit, Einfachheit und Tiefe. Songs, die zu einem total entspannten, sonnigen und genussvollen Sonntag irgendwo weit draußen im Grünen passen. Im Vordergrund stehen Cabics zumeist akustische Gitarre und seine relaxte Stimme. Beides wirkt voller Sanftmut auf die Ohren ein, zurückhaltend begleitet durch lässiges Schlagwerk, wie in "Rolling Sea" oder "Through The Front Door", von sonderbar psychedelischen Sounds umwabert wie bei "Down From Above" oder "At Forest Edge". Der versteckte Ohrwurm "Strictly Rule" mit seinem unwiderstehlichen Oldschool-Westerngitarren-Loop lässt kurz vor Schluss noch ein weiteres Mal aufhorchen.
Von der musikalischen Verbundenheit zu oben genannten Genossen abgesehen klingen "Vetiver" manchmal ein wenig nach den hippiesken "Fleet Foxes" aus Seattle, denen man ein bisschen mehr Fleisch in die Suppe geworfen hat.
"Vetiver" - "Tight Knit" (VÖ: 20.3.; Bella Union/Cooperative Music/ Universal)
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