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Nachfolger von Wolfgang Niersbach : Norddeutscher Reinhard Grindel wird neuer DFB-Präsident

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Der einstige Schatzmeister des DFB wird Präsident. Der 54-Jährige hat zahlreiche Verbindungen in den Norden.

shz.de von
erstellt am 17.Nov.2015 | 14:44 Uhr

Hannover | Reinhard Grindel soll neuer Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) werden. Darauf einigten sich die Landesverbände am Dienstag in Hannover. Bislang war Grindel Schatzmeister beim DFB. Sein Leben in der Übersicht:

Reinhard Grindel ist ein norddeutscher Jung. Er wurde am 19. September 1961 in Hamburg geboren, machte dort 1981 Abitur und blieb Hamburg auch während seines Jura-Studiums treu.

Grindels Karriere als Journalist: Grindel arbeitete wie Niersbach als Journalist – und zwar als Redakteur für Landespolitik bei Radio Schleswig-Holstein (RSH). 1989 wechselte er nach Bonn, erst als Korrespondet für RSH, später als leitender Redakteur im ZDF. 1997 übernahm Grindel die Leitung des ZDF-Hauptstadtstudios in Berlin. Von 1999 bis 2002 führte er das ZDF-Studio in Brüssel.

Grindel als Politiker: Seit 2002 ist Grindel für die CDU Mitglied des Bundestags. Sein Wahlkreis Rotenburg I – Soltau-Fallingbostel liegt in Niedersachsen. Er engagiert sich vor allem als stellvertretender Vorsitzender im Sportausschuss.

Grindel und der Fußball: Seit 2011 ist Grindel Anti-Korruptionsbeauftragter des Deutschen Fußball-Bundes. Im gleichen Jahr wurde er Vize-Präsident des Niedersächsischen Fußballverbandes. Zum DFB-Führungszirkel gehört er seit zwei Jahren. Als Schatzmeister hat er sich in der DFB-Zentrale schnell etabliert. Grindel arbeitet außerdem im Kuratorium der Robert-Enke-Stiftung. Privat hat er früher für den SC Victoria Hamburg gespielt. Sein Lieblingsfilm ist das „Wunder von Bern“, aber weniger weil es ein Fußballfilm sei, sondern mehr eine wunderbare Vater-Sohn-Geschichte, berichtet er auf seiner Homepage. Dort erfährt man auch, dass Grindels aktuelles Lieblingsspiel das Fußball-Managerspiel „Comunio“ ist.

Grindel privat: Der 54-Jährige ist verheiratet und hat zwei Kinder. Urlaub macht er am liebsten in Schleswig-Holstein auf der Insel Föhr.

Grindel selbst hat sich bisher mit Aussagen zu einer Kandidatur zurückgehalten. „Ich konzentriere mich völlig auf die Aufklärungsarbeit der Vorwürfe im Zusammenhang mit der WM 2006 und beteilige mich nicht an Personalspekulationen“, sagte der DFB-Schatzmeister.

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