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Cityring für Innenstadt : Neue Metro in Kopenhagen: Die Bohr-Arbeiten sind abgeschlossen

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Aus der Onlineredaktion

Verkehrstechnisch erreicht Kopenhagen Weltstadt-Niveau. Touristen und Einwohner werden gleichermaßen profitieren.

Kopenhagen | Seit 2013 waren die vier Tunnelvortriebsmaschinen Nora, Tria, Minerva und Eva im Gange. Sie bohrten große Gänge durch Kalk, Kies und Stein unter der Kopenhagener Innenstadt. Seit Montag dürfen die nach den historischen Telefonzentralen benannten Bohrer endlich ruhen: Die Bohrarbeiten für die neue 15,5 Kilometer lange unterirdische Schnellbahn, dem künftigen Cityring, wurden beendet. Bis die ersten Züge die touristischen Hotspots im Zweiminutentakt anrollen, wird aber noch etwas Zeit vergehen.

Bis 2020 sollen sechs der zehn am stärksten frequentierten Bahnhöfe in der Stadt mit der Metro verbunden sein. 2016 hatte das bestehende Metro-Netz einen Passagierrekord von fast 61 Millionen erreicht.

„Wir feiern einen Meilenstein für Dänemarks neuen Cityring“, schwärmte der dänische Regierungschef Lars Løkke Rasmussen während der Feierstunde in der dänischen Hauptstadt. 2019 soll die neue Metro im Zentrum in Betrieb gehen. Die Linie M4 wird unter anderem den Kopenhagener Hauptbahnhof mit Kongens Nytorv, den Bereich Østerbro, Nørrebro und die Gemeinde Frederiksberg verbinden. Der Cityring mit 17 neuen Haltestellen kostet gut drei Milliarden Euro.

<p>Das Metro-Netz der Zukunft.</p>

Das Metro-Netz der Zukunft.

Foto: CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

Staatsminister Løkke sprach im Bereich der neuen Metrohaltestelle, die 20 Meter unter dem Hauptbahnhof liegt. Er verglich das Projekt Metro-Cityring mit dem Sprung nach vorn, den das Verkehrsnetz in Dänemark vor 20 Jahren mit der Fertigstellung der festen Verbindung über den Großen Belt erlebt hat. So wie die Storebelt-Brücke die Abstände zwischen den Landesteilen habe schrumpfen lassen, würden auch in Kopenhagen die Abstände innerhalb der Stadt zeitlich schrumpfen.

Nach der Rede des Staatsministers wurde der Kopf des Bohrgerätes mit einem Kran an die Oberfläche gezogen. Løkke Rasmussen wies darauf hin, dass die neue Untergrundbahn auch den Menschen in den Landesteilen außerhalb Kopenhagens nützte, könnten sie doch in zweieinhalb Jahren schneller die Sehenwürdigkeiten ihrer Hauptstadt erreichen.

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erstellt am 21.Feb.2017 | 10:47 Uhr

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