Ärmere Viertel betroffen : Neue Gewalt in Chicago: Mehr als 40 Menschen angeschossen

In Chicago gehören Polizeiabsperrungen nach Todesschüssen fast schon zum Alltag.
In Chicago gehören Polizeiabsperrungen nach Todesschüssen fast schon zum Alltag.

Unter anderem wurde am Samstag ein 26-Jähriger von Schüssen in den Rücken getroffen – die Gewalt in Chicago nimmt zu.

shz.de von
19. August 2018, 17:42 Uhr

Chicago | Die US-Großstadt Chicago hat ein weiteres Gewalt-Wochenende erlebt: Zwischen Freitagnachmittag und Sonntagmorgen wurden nach einer Zählung der Bürgerinitiative "Coalition for a New Chicago" mehr als 40 Menschen angeschossen. Zwei starben. Zwei Wochen zuvor waren über das erste August-Wochenende mehr als 70 Menschen von Kugeln getroffen worden und zwölf starben.

Am Samstag war nach Angaben der Polizei ein 26-Jähriger in Chicagos Süden in den Rücken getroffen worden und anschließend im Krankenhaus gestorben. Bereits am Freitag hatte sich ein Teenager selbst erschossen, nachdem er von der Polizei verfolgt worden war.

Geschichte von Rassismus und Rassentrennung

Fast alle Vorkommnisse der vergangenen Wochen ereigneten sich in den ärmeren Vierteln im Süden und Westen der Millionenmetropole, die vorrangig von Minderheiten bewohnt werden. "Chicago hat eine Geschichte von Rassismus und Rassentrennung, was die Gewalt befeuert", sagte Greg Livingstone von der "Coalition for a New Chicago."

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