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Ice Bucket Challenge : Zuckerberg, Timberlake und die Eistonne

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

2014 ist der Sommer der Eistonne: In den USA schütten sich Promis und normale Bürger Eiswasser über den Kopf - und dokumentieren das im Netz. Dahinter steht der gute Zweck.

shz.de von
erstellt am 15.Aug.2014 | 16:02 Uhr

Mark Zuckerberg, Justin Timberlake, Mickey Rourke: Diese Promis haben sich schon einen Eimer mit Eiswasser über den Kopf geschüttet. Der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, habe ihn zu der Aktion im Rahmen der „Ice Bucket Challenge“ aufgefordert, sagte der Milliardär Zuckerberg in einem Video, das er auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte. Danach schüttete er sich den Eimer mit Wasser über den Kopf, stutzte kurz und sagte dann: „Das war wirklich kalt.“ Aber sehen Sie selbst:

Die „Ice Bucket Challenge“ (etwa: „Eistonnen-Herausforderung“) verbreitet sich in den USA seit etwa zwei Wochen schneeballartig in den sozialen Netzwerken. Die Regeln: Ein Herausgeforderter entleert einen Eimer mit Eiswasser über sich und darf dann drei weitere Menschen nominieren, die binnen 24 Stunden dasselbe tun müssen. Tun sie dies nicht, sollen sie 100 Dollar einer Stiftung für die Bekämpfung der Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) spenden. Zuckerberg nominierte unter anderem Bill Gates. Der ließ sich etwas Besonderes einfallen:

Auch Apple-Chef Tim Cook und Yahoo-Chefin Yahoo-Chefin Marissa Mayer nahmen die Eiswasser-Dusche auf sich. Präsident Barack Obama hat die Herausforderung schon abgelehnt und gespendet.

Vor allem Promis aus dem Show-Business stellen sich der Challenge. Zum Beispiel Justin Timberlake,  ...

... Schauspieler Mickey Rourke ...

... und Late-Night-Moderator Jimmy Fallon, der versprach, beides zu machen: Eiswasser ertragen und spenen.

Der Hinweis auf ALS ist das eigentliche Ziel der Aktion. Die seltene Krankheit führt zu Nervenzerstörungen und fortschreitenden Muskellähmungen. Etwa die Hälfte der Patienten stirbt innerhalb der ersten drei Jahre. Über die genauen Ursachen und Mechanismen der Nervenkrankheit ist dabei wenig bekannt.

Das virale Marketing kommt nun der ALS-Forschung zugute: Nach Angaben der ALS-Stiftung sind innerhalb von zwei Wochen vier Millionen Dollar (knapp drei Millionen Euro) an Spenden bei der Organisation angekommen – im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres seien es dagegen nur etwa 1,1 Millionen Dollar gewesen.

Wenn der Trend auch auf deutsche Promis übergreifen sollte, wäre übrigens Fußballweltmeister Per Mertesacker prädestiniert für eine Nominierung. Der Mann kennt sich seit der WM schließlich bestens mit Eistonnen aus.

Dieses Bild twitterte Mertesacker nach seinem Interview. Anlass war dieses Interview nach dem Algerien-Spiel (2:1).

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