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Maas’ Netzwelt : Wo die Herzen das Smartphone erobern

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Facebook, Instagram, Twitter, Whatsapp: Auf dem Smartphone regnet es Herzen.

Seit einiger Zeit sehe ich auf meinem Smartphone nur noch Herzen. Als Emoji in Chats – übrigens nicht nur von Frauen und Familienangehörigen. Als Reaktion auf Instagram-Fotos. Mit Ironie und ohne.

Kurz nachdem Facebook vorletzte Woche die neuen Like-Buttons präsentiert hatte, verkündete Mark Zuckerberg den beliebtesten: das Herz. Im Chat der Dating-App Tinder werden Herzchen für einzelne Nachrichten verteilt. Allerdings in grün: Die Angst vor Kitsch und zu viel Verbindlichkeit ist offenbar groß. Und Twitter hat im November die Sternchen abgeschafft – zugunsten von Herzen. Bemerkenswert: Es gab Berührungsängste und Protest. Die Twitter-Community scheint irgendwie distanzierter zu sein als der Rest der Social-Media-Gemeinde.

Vielleicht ist die neue Herzlichkeit die Zukunft. Technologie ist längst nicht mehr nur praktisch, sie verbindet Menschen. Vor ungefähr einem halben Jahr hörte ich einem Vortrag von Linda Liukas zu. Die Finnin bringt Kindern das Programmieren bei. Sie zitierte ein kleines Mädchen, das sagte: „Technology is electricity that loves.“ Technologie ist Elektrizität, die liebt. Dem Publikum entfuhr ein schwerer Seufzer. Da verteile ich doch gleich ein Herz. ♥

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erstellt am 08.Mär.2016 | 07:00 Uhr

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