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Lufthansa und Air Berlin : WLan – Surfen über den Wolken

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der freie Zugang ins Internet scheint vielen schon fast ein Menschenrecht zu sein. Doch was am Boden technisch einfach und häufig auch gratis ist, wird am Himmel auf Sicht weiterhin Geld kosten.

Noch vor wenigen Jahren galten Verkehrsflugzeuge als internetfreie Zone. Das stimmt längst nicht mehr – seitdem zunächst die US-amerikanischen und dann die europäischen Flugsicherheitsbehörden das Surfen über den Wolken freigegeben haben. Die digitale Welt drängt inzwischen mit Macht in die Kabine, Lufthansa stellte gestern ein neues Digitalangebot für ihre Europastrecken ab 2016 vor.

Anders als in den USA sind WLan-Angebote auf Kontinentalflügen in Europa noch eher die Ausnahme. Auch die Lufthansa hat zunächst nur ihre Langstreckenflieger mit einer Internet-Technik ausgestattet, die an Bord zunächst WLan und später auch die auf Daten beschränkte Nutzung des Mobilfunkstandards GSM (2G) ermöglichte. Telefon- oder Skype-Gespräche sind in den Jets weiter verboten. Aber nicht, weil es technisch nicht möglich wäre, sondern, weil sich laut Umfragen die Passagiere gestört fühlen würden.

So normal wie auf der Erde ist die Internetnutzung in der Luft jedoch noch nicht: Laut einer Umfrage des IT-Verbandes Bitkom vom August haben erst zwei Prozent der Internetnutzer einen Zugang in einem Flugzeug genutzt. Doch das Interesse scheint riesig zu sein: 44 Prozent der Internetnutzer gaben an, sie wollten auf Flugreisen ins Netz gehen.

Den Fluggesellschaften winken hohe Zusatzerlöse. Noch stehen die Preise für das angekündigte Angebot der Lufthansa auf den Europastrecken nicht fest, doch auf der Langstrecke lässt sich der Kranich sein schon 2003 gestartetes „Flynet“ gut bezahlen. Eine Stunde online kostet bereits neun Euro, vier Stunden sind für 14 Euro zu haben und für 17 Euro gibt es den ganzen Flug lang die Netzversorgung via Satellit, Antenne und Router im Flugzeug.

Der seit Jahren angeschlagene Lufthansa-Konkurrent Air Berlin baut sein Internet-Angebot bereits seit längerem schrittweise aus – und hält dafür die Hand auf – im Gegensatz zur Norwegian als bislang einziger Airline mit einem kompletten Gratisangebot.

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