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Freies WLan : „WiFi4EU“: EU will kostenlose Hotspots an bis zu 8000 Orten finanzieren

vom

WLan in jedem europäischen Dorf bis 2020 - das ist der Plan der EU. Auf erste Details hat man sich jetzt geeinigt.

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2017 | 10:39 Uhr

Brüssel | Bürger sollen bald auf Tausenden öffentlichen Plätzen, in Krankenhäusern oder Büchereien über EU-finanzierte Hotspots auf das Internet zugreifen können. Auf Details haben sich Vertreter der EU-Staaten, des Europaparlaments und der EU-Kommission am Montagabend in Brüssel verständigt. Die Einigung der Unterhändler muss noch offiziell bestätigt werden.

Freies WLan ist nicht nur eine Möglichkeit, die Innenstädte attraktiver zu machen. Mit zunehmender Vernetzung des Alltags wird es auch im Hinblick auf e-Health wie Telemedizin oder elektronische Behördengänge immer wichtiger.

Nach Angaben der EU-Kommission sind sich alle drei Seiten einig, dass 120 Millionen Euro bereitgestellt werden sollen, um in 6000 bis 8000 Gemeinden kostenlose öffentliche Internet-Zugänge zur Verfügung zu stellen. Letzte Details sollen bis Ende 2017 geklärt sein. Aus welchen Töpfen die Mittel kommen, muss noch geklärt werden. Bis Jahresende soll das Programm fertig sein. Eine Initiative der Kommission mit dem Namen „WiFi4EU“ soll dafür sorgen, dass bis 2020 in jedem Dorf und in jeder Stadt in der EU an zentralen Orten kostenlose Internet-Hotspots zur Verfügung stehen, stellt EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Aussicht.

Um den bürokratischen Aufwand möglichst gering zu halten, sollen sich Interessenten wie Gemeinden, Krankenhäuser oder andere öffentliche Orte zum Beispiel für Internet-Gutscheine bewerben können. Diese sollen bis zu 100 Prozent der Anfangskosten abdecken. „Sobald das Europäische Parlament und der Ministerrat die Initiative genehmigt haben (voraussichtlich 2017), ergeht eine erste Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen“, heißt es auf der Internetseite von „WiFi4EU“.

Die Projekte werden nach dem Zeitpunkt der Bedarfsanmeldung ausgewählt - wer also möglichst früh seine Bewerbung einreicht, hat die größten Chancen. Es gehe darum, Orte auszustatten, an denen bisher kein vergleichbares privates oder öffentliches WLan-Angebot vorhanden ist. Wer den Zuschlag bekommt, muss den Hotspot für mindestens drei Jahre zur Verfügung stellen.

Nutzer sollen sich dabei über einen in ganz Europa einheitlichen Log-in in unterschiedlichen Sprachen mit dem Internet verbinden können. Ihnen darf dabei keine Werbung angezeigt werden, und ihre persönlichen Daten dürfen nicht für kommerzielle Zwecke weiterverwendet werden.

Wie das Projekt genau aussehen soll, zeigt ein Video der Initiative:

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