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Maas’ Netzwelt : Wie gefährlich ist Handystrahlung?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eine neue Studie legt nahe: Mobilfunkstrahlung beeinflusst Krebserkrankungen.

von
erstellt am 31.Mai.2016 | 17:58 Uhr

Seit Jahren forschen Wissenschaftler zu der Frage, ob die Strahlung von Handys und Smartphones Krebs erzeugt. Die Kurzzusammenfassung: Wir wissen es nicht. Manche Forscher finden Zusammenhänge, andere nicht. Verlässlich erwiesen ist nichts. Und unterdessen wird die Debatte emotional geführt.

Jetzt berichtet das Wall Street Journal über eine neue, groß angelegte Studie in den USA. Laut den Forschern hat Mobilfunkstrahlung zumindest „geringe Einflüsse“ auf zwei Arten von Tumoren: Gliom-Hirntumore und Tumore am Herzen. 2,5 Millionen Dollar hat die Untersuchung gekostet, in Auftrag gegeben hat sie eine Organisation der US-Regierung. Das IIT Research Institute in Chicago bestrahlte über zwei Jahre mehr als 2500 Ratten und Mäuse. Die Ratten wurden neun Stunden pro Tag mit der Frequenz 900 Mhz bestrahlt, was dem europäischen GSM-Netz entspricht, die Mäuse mit 1900 Mhz, der Frequenz des US-amerikanischen CDMA-Netzes. Die Wissenschaftler räumen ein, die Einflüsse seien sehr gering. Betroffen waren nur männliche Tiere.

Und was bedeutet das für jeden Einzelnen? Die unbefriedigende Antwort: Ansichtssache. Viele Faktoren in unserer Umwelt gelten als krebserregend: nicht nur Zigaretten und Alkohol, auch Kaffee, Wurst, Acrylamid in Pommes und Kartoffelchips. Wir essen sie aber trotzdem.

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