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Dreyklufts Netzwelt : Wie Berliner Polizisten abgephisht wurden

vom
Aus der Onlineredaktion

Wer fällt noch auf billige Tricks im Internet herein? Die Polizei! Dabei hat die die besten Tipps dagegen, schreibt unser Kolumnist.

von
erstellt am 01.Dez.2015 | 17:07 Uhr

In der Netzwelt-Redaktion des sh:z bekommen wir oft Hinweise auf sogenanntes Phishing. Das Kunstwort bezeichnet das Vorgehen von Betrügern, mit gefälschten Mails Zugangsdaten abzugreifen, um etwa Konten zu plündern.

Früher waren solche Mails oft mit kyrillischen Buchstaben durchsetzt, mit offensichtlichen Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Heute sind sie oft professionell gemacht, verwenden korrektes Deutsch und imitieren auch die Optik der Bank oder des Kreditkartenanbieters zwar nicht täuschend echt, aber doch ausreichend gut für den leichtsinnigen Nutzer.

Dennoch berichten wir recht selten über Phishing: „Da fällt doch niemand mehr drauf herein“, glaubten wir.

So sieht eine schlecht gemachte Phishing-Mail aus.
So sieht eine schlecht gemachte Phishing-Mail aus.
 

Zu unrecht. Das zeigt ein Versuch bei der Berliner Polizei, über den der „Tagesspiegel“ berichtet. Bei einem Test wurden 466 Mails an Polizisten verschickt mit der Aufforderung, dienstliche und private Passwörter im „sicheren Passwortspeicher der Polizei Berlin (SPS)“ zu deponieren. Ergebnis: 252 Beamte öffneten die gefälschte Mail, 35 davon folgten den Anweisungen und hinterlegten Daten. „Die Polizei ist nur ein Spiegelbild unserer Gesellschaft“, war die Aussage eines Vorstandsmitglieds der Gewerkschaft der Polizei.

Erschreckend, hatte ich Polizisten doch unterstellt, dass ihre Sensibilität für Sicherheit größer ist. Aber wahrscheinlich gibt es auch nicht wenige, die ihre Wohnung nicht abschließen, mit kaputter Beleuchtung im Straßenverkehr unterwegs sind oder auf Enkeltricks hereinfallen.

Dennoch empfehle ich an dieser Stelle gerne die wirklich sehr guten Tipps der Polizei gegen Phishing, die Sie sich mit den Wörtern „Polizei Tipps gegen Phishing“ leicht selbst ergoogeln können. Ein gelungenes Beispiel der Polizei Niedersachsen finden Sie hier.

 

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