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Henckes Netzwelt : Wie aus Gamern Freunde werden

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Seit zehn Jahren spiele ich mit einigen Menschen gemeinsam online. Gesehen habe ich sie nie und trotzdem hat sich so etwas wie eine Freundschaft entwickelt.

von
erstellt am 01.Feb.2016 | 08:07 Uhr

Ich spiele gerne Counter-Strike, ein Taktik-Shooter, in dem man als Terrorist oder Mitglied einer Spezialeinheit der Polizei gegeneinander antritt, um in einer virtuellen Umgebung das gegnerische Team zu eliminieren. Es geht darum, von Terroristen gelegte Bomben zu entschärfen oder Geiseln zu befreien. Als Terrorist will man logischerweise das Gegenteil erreichen.

Ich bin kein Hardcore-Spieler, mache auch mal längere Pausen, in denen ich Wochen oder Monate gar nicht dazu komme zu spielen. Umso spannender ist es, dass sich zwischen Gamern von Online-Spielen so etwas wie Freundschaften entwickeln können. So auch in meinem Fall.

Seit mehr als zehn Jahren spiele ich mit mehreren Menschen online dieses Spiel, habe sie aber noch nie live gesehen. Zehn Jahre, in denen eine feste Kerntruppe entstanden ist. Man unterhält sich, macht Witze, verabredet sich, um zusammen in einem Team für das Gute oder das Böse zu kämpfen. Trotz meiner gelegentlichen Pausen hat sich daran nie etwas geändert. Das Internet verbindet also Menschen nicht nur in sozialen Netzwerken, sondern auch in der gemeinsamen Leidenschaft für Spiele.

Nach einer Studie der Universität Münster haben schüchterne Menschen häufig mehr Online-Freunde im Gamingbereich als andere. Schüchtern bin ich persönlich nicht. Dennoch kenne ich auch längere Online-Bekanntschaften, die durchaus in diese Gruppe passen könnten. Die Online-Welt ist faszinierend, bietet sie doch vielen Menschen eine Möglichkeit, mit anderen in Kontakt zu treten und aus der sicheren Anonymität heraus so etwas wie Freundschaften zu knüpfen. Ich jedenfalls freue mich auf viele weitere Spielstunden mit meinen bekannten, unbekannten Freunden.

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