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Beta-Version des Messengers : WhatsApp mit Facebook-Verknüpfung? Screenshots geben Hinweise

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Immer wieder gibt es Spekulationen, jetzt tauchen Hinweise auf: Werden WhatsApp und Facebook doch verbunden?

shz.de von
erstellt am 25.Jan.2016 | 13:10 Uhr

Als WhatsApp von Facebook 2014 gekauft wurde, brodelte die Gerüchteküche: Werden beide Dienste zusammengeführt? Laut Berichten einiger Nutzer der aktuellsten WhatsApp-Version für Android (2.12.413) enthält der Messenger eine Funktion zum Zusammenführen von Account-Daten mit Facebook, das berichtete der Technik-Blog „Caschys Blog“ als einer der ersten.

WhatsApp und Facebook gehören zu den beliebtesten Messengern. Für insgesamt 19 Milliarden Dollar kaufte Facebook vor zwei Jahren seinen Konkurrenten auf. Bislang wird trotzdem die Unabhängigkeit beider Dienste beteuert.

Bei der Version handelt es sich um eine Beta, eine Testversion. Android-Entwickler Javier Santos hat Screenshots auf Google+ veröffentlicht.

Was ist eine Beta-Version?

Beta-Versionen sind die ersten Versionen eines Programms, die vom Hersteller zu Testzwecken veröffentlicht werden. WhatsApp wird zwar automatisch - zum Beispiel über über den Google Play Store oder iTunes aktualisiert. Doch das sind nicht die neuesten Versionen.

Nur auf der offiziellen WhatsApp-Webseite unter whatsapp.com/android findet man die neuesten und aktuellen Beta-Updates zum Messenger. Wer sich diese Versionen herunterlädt, kann neue Funktionen testen, noch bevor sie im Google Play Store freigeschaltet werden.

 

Die vier Fotos zeigen eine neue Option in den Account-Einstellungen. Dort haben Nutzer die Möglichkeit, dem Datenaustausch mit Facebook zuzustimmen. Sie müssen dazu einen Haken neben „Share my account info“ setzen. Die Erklärung lautet: „Teile meine Whatsapp-Account-Informationen mit Facebook, um meine Facebook-Erfahrung zu verbessern.“

Was genau die Verknüpfung bringt, bleibt aber im Dunkeln. Es wird lediglich sehr schwammig eine verbesserte Benutzererfahrung versprochen, allerdings bei Facebook, nicht bei Whatsapp.

Und was sagt WhatsApp dazu? Mitgründer Jan Koum betont immer wieder, beide Messenger sollen unabhängig von einander bleiben. Allerdings hatte Koum erst vergangene Woche bei der Konferenz „Digital Life Design“ (DLD) bekanntgegeben, dass WhatsApp die Abogebühr abschafft. Seitdem wird darüber gerätselt, wie die fehlenden Einnahmen kompensiert werden sollen. Auf dem Blog des Unternehmens heißt es dazu: „Natürlich wird sich die Frage stellen, wie wir vorhaben, WhatsApp am Laufen zu halten, ohne Gebühren und ob die heutige Aussage bedeutet, dass wir Werbung von Drittanbietern einführen werden. Die Antwort lautet Nein.“ Zu bedenken ist allerdings, dass WhatsApp zu Facebook gehört – Facebook also kein Dritter ist und die Daten jederzeit einsehen und verwerten kann, etwa für unterschiedliche Werbemodelle.

 

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