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Fligges Netzwelt : Wer stalkt wen? Frag Zuckerberg!

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Netz wundert sich über eine mysteriöse Facebook-Funktion. Verrät sie, wer das eigene Profil besucht?

Was macht die Ex? Welche Bilder stellt der seltsame neue Kollege online? Facebook, Login, Suchanfrage – und zack! Meist finden wir schnell und diskret Antworten auf diese Fragen. Das bisschen Voyeurismus müssen die Beteiligten ja nicht mitbekommen. Sonst kann man auch gleich anrufen und fragen. Wer stalkt wen? Marc Zuckerberg weiß es. Während wir heimlich durch das Schlüsselloch schauen, steht er hinter uns. Und dieser Form des Daten-Exhibitionismus’ stimmen wir bereitwillig zu. Was kümmern den Mann im Kapuzenpulli meine privaten Ausschweifungen? Er wird uns schon nicht darauf ansprechen. Zumindest steht das nicht in den Geschäftsbedingungen – glaube ich. Ich erinnere mich noch an die Zeiten von StudiVZ. Peinlich, peinlich, wenn man sich dort gelangweilt von einem Profil zum nächsten klickte, um am Ende festzustellen, dass die Funktion „Seitenbesuche anzeigen“ aktiviert war. Über sie erfuhr man, welche Personen sich so für einen interessieren – oder den selben Fehler machen.

Bei Facebook gibt es diese Funktion nicht. Oder? Man munkelt, die Top-Neun-Freundesliste auf dem eigenen Profil gibt Aufschluss über heimliche „Fans“. Probieren Sie es aus. Dort sollten überwiegend Profile von Menschen stehen, die Ihnen nahe stehen und mit denen Sie viel interagieren. Doch dazwischen tauchen immer wieder Nutzer auf, die nicht ganz in diese Reihe passen. In Foren berichten Menschen auffällig häufig, dass Ex-Partner darin auftauchen. Schlagen mir Facebooks mysteriöse Formeln diese Menschen vor, weil sie häufig mein Profil besuchen? Und: Können andere Menschen darüber Rückschlüsse auf mein Verhalten schließen? Experimente mit Fake-Accounts liefern keine eindeutigen Antworten auf diese Frage. Facebook sagt nicht mehr, als dass die dort angezeigten Freunde „relevant“ sind. Was das bedeutet? Ich weiß es nicht. Aber ich lade Sie herzlich ein, an meiner Paranoia teilzuhaben.

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