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Christiansens Netzwelt : Wenn Sicherheit nur ein Gefühl ist – wie gefährlich sind Antivirenprogramme?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Antivirenprogramme schützen IT-Systeme vor Eindringlingen. Aber geht diese Rechnung immer auf?

von
erstellt am 02.Feb.2017 | 13:57 Uhr

Echte Sicherheit gibt es nur mit einem guten Antivirenprogramm (AV) – klingt schlüssig. Aber vielleicht ist das nicht die einzige Wahrheit. Denn wenn es nach einem ehemaligen Entwickler der Firma Mozilla (berühmt für den Browser „Firefox“) geht, ist eigentlich keines der Programme wirklich gut. Im Gegenteil.

In einem Blogeintrag findet der Ex-Mozilla-Mitarbeiter klare Worte: „Schaltet eure Antivirensoftware ab!“ Denn die Programme, die eigentlich für Sicherheit sorgen sollen, bremsten seiner Darstellung nach nicht nur die Geschwindigkeit von Betriebssystem oder Browser enorm aus. Sie selbst seien häufig ein Grund dafür, dass Schadsoftware überhaupt eindringen könne – denn sie enthielten oft selbst gravierende Sicherheitslücken und blockierten systemeigene Abwehrmechanismen und wichtige Softwareupdates von Browser & Co.

Auf Fehler in AV-Software zu reagieren koste viel Zeit, die besser in das Reparieren von Lücken in eigenen Systemen gesteckt werden könnten. Darüber reden dürfe man nicht – ein schlechtes Zeugnis der AV-Entwickler kann sich kein Unternehmen leisten. Denn für Nutzer sei klar: Antivirenprogramme sind mit Sicherheit gleichzusetzen.

Nun sollte man Äußerungen von Menschen mit Vorsicht genießen, die angestautem Frust Luft machen. Doch der Nutzen von Schutzsoftware wird nicht zum ersten Mal infrage gestellt.

Unbefriedigend aber wahr: Der beste Schutz vor Viren steckt in uns selbst. Dazu gehören so simple Dinge, wie den inneren Schweinehund zu überwinden und das System auf dem aktuellsten Stand zu halten oder darüber nachzudenken, welchen E-Mail-Anhang man öffnet oder welche Seite man ansurft.

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