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WISO und Co. : Wenn der Computer die Steuer erklärt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Am 31. Mai endet die Frist zur Abgabe der Steuererklärung beim Finanzamt. Software vereinfacht das Ausfüllen, spart Geld und Nerven.

Mit der Steuerklärung verbinden viele Verbraucher eine Hassliebe. Auf der einen Seite machen das Sortieren von Belegen und Durchforsten von Kontoauszügen Arbeit, aber auf der anderen Seite kann eben das sehr lukrativ sein. Mit dem richtigen Werkzeug muss die Steuerklärung nicht zum mühseligen Akt werden. Bei einer Erklärung am Computer können Verbraucher Geld und Zeit sparen. Doch die Wahl des richtigen Programms ist bei dem vielfältigen Angebot nicht einfach. Die Zeitschrift „Computerbild“ hat in ihrer Ausgabe 8/2014 zehn Steuerassistenten getestet.

Den ersten Platz belegte dabei das „WISO Steuer-Sparbuch 2014“ (ab 20,77 Euro), gefolgt von der günstigeren Alternative „tax 2014“ (9,89 Euro). Beide Programme kommen vom Hersteller Buhl und zeichneten sich durch genaue und fehlerfreie Steuerberechnung aus, wobei das „WISO Steuer-Sparbuch 2014“ mit Videoanleitungen noch mehr Service anbietet. Den dritten Platz belegte das Programm „SteuerSparErklärung 2014“ (ab 30 Euro) von der Akademischen Arbeitsgemeinschaft. Insgesamt gab es für alle Softwarepakete ein „Gut“.

Neu dabei waren im Test Webdienste. Mit ihnen lässt sich die Steuererklärung ohne Installation über den Browser vornehmen. Hier erwies sich die Bedienung jedoch oft noch als zu umständlich oder schlecht erklärt. Zwar waren die Dienste überwiegend relativ genau, der Webdienst „Lohnsteuer-Kompakt.de“ verrechnete sich im Test jedoch um 6681 Euro. Bei den Online-Assistenten belegte das „Internet-Sparbuch“ (35 Euro) von Buhl den ersten Platz.

Steuersoftware kostet meist etwas, kann den Nutzer aber auch sicher durch den Steuerdschungel führen. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu im Überblick:

Gibt es keine kostenlosen Programme? Die Finanzverwaltung bietet die Software ElsterFormular kostenlos an. Hilfe beim Ausfüllen der Formulare bietet sie aber nur „im Umfang der amtlichen Anleitung“. Anfänger fahren daher oft besser mit einem Kaufprogramm oder Online-Erklärungen wie Steuerfuchs.de, dem Internet-Sparbuch von Wiso oder Taxango.de.

Wie viel Geld muss ich ausgeben? Vollprogramme kosten in der Regel 30 bis 40 Euro. Allerdings kauft man damit meist viele Zusatzfunktionen, die gar nicht nötig sind. Abgespeckte Versionen, die wirklich nicht mehr als die Einkommenssteuererklärung beherrschen, gibt es oft schon für 15 Euro. Bei den Onlinediensten zahlen Nutzer pro abgegebener Erklärung, üblich sind 10 bis 30 Euro.

Brauche ich jedes Jahr ein neues Programm? Für jedes Steuerjahr gibt es neue Programmversionen. Deshalb muss auch jährlich eine neue Version her. Viele Firmen bieten deshalb Laufzeitverträge: Wer sich mehrere Jahre an ein Programm bindet, bekommt einen Rabatt. Ist man mit seiner Steuersoftware zufrieden, kann das durchaus sinnvoll sein, nicht nur wegen der Ersparnis: Viele immer noch gültige Eckdaten werden automatisch aus dem Vorjahr übernommen.

Worauf muss ich beim Kauf achten? Wichtig für Einsteiger ist vor allem ein sogenannter Interviewmodus. Damit bekommt der Nutzer die gefürchteten Formulare gar nicht erst zu sehen. Stattdessen stellt das Programm gezielt leicht verständliche Fragen und setzt die eingetippten Antworten und Zahlen für den Nutzer unsichtbar in die Formulare ein. Wichtig ist außerdem, dass der Hersteller Updates anbietet – und der Nutzer sie auch installiert.

Wie lange dauert die Steuererklärung? Ungefähr einen Abend sollten sich Steuerzahler dafür mindestens freiräumen, denn alleine fürs Sortieren der Unterlagen geht einiges an Zeit drauf. Diese Arbeit nimmt einem die Software nicht ab.

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