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Henckes Netzwelt : Wenn der Charakter altert

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Chronicles of Elyria“ ist ein Kickstarter-Projekt mit einem neuen Multiplayer-Spielkonzept.

„Permadeath“ setzt Computerspieler unter Adrenalin – es ist ein Spielkonzept, das zum sorgsamen Umgang mit der Spielfigur aufruft. Stirbt der Charakter im Spiel, ist Schicht im Schacht. Es gibt keinen rettenden Speicherpunkt, das Spiel ist zu Ende.

Ein neues Kickstarter-Projekt namens „Chronicles of Elyria“ (CoE), ein sogenanntes MMORPG-Spiel (Massen-Online-Gemeinschaftsspiel), geht wieder einen Schritt zurück. Der ausgewählte Charakter im Spiel altert und stirbt – ein Schicksal, das einem im Computerspiel anders als im echten Leben bislang erspart blieb. Nach 10 bis 14 Monaten wird gestorben – eventuell sogar früher. Nach dem Ableben bleibt nur die Seele im Spiel verfügbar. Eine neue fleischliche Hülle kann man sich gegen Geld (rund 30 Euro) zulegen, sie erbt die Fähigkeiten des Gestorbenen. Eine andere Herangehensweise als bei „Permadeath“ – absehbarer, schleichender und doch unausweichlich.

Eine spannendes Projekt, das die Souldbound Studios sich ausgedacht haben – mit einem Nachteil: Das Spiel muss über das Portal Kickstarter Unterstützer finden, sonst wird es nie entstehen. 900.000 Dollar sind nötig, etwas über 500.000 Dollar sind es bislang. „CoE“ klingt nach einem Spiel, das es wert ist, programmiert zu werden.

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