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Fligges Netzwelt : Wenn das Vertrauen fehlt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die vernetzte Welt nimmt Fahrt auf. Mit veralteter Software wird Hackern jedoch Tür und Tor geöffnet.

Kaum ein Tag vergeht ohne neue Nachrichten von „Dieselgate“. Die Software-Manipulation durch Volkswagen bewegt die Gemüter in Wirtschaft und Politik. In der Netzgemeinde ist es hingegen erstaunlich ruhig. Dabei hat der Konzern einen Schaden angerichtet, der über die Marke VW und die Automobilindustrie hinaus reicht.

Der Skandal kommt zu einer Zeit, in der die Wirtschaft landauf und landab die Industrie 4.0 und das Internet der Dinge predigt. Autos sind Paradebeispiele für die Vernetzung unserer Alltagsgegenstände. Die Generation 40 Plus höre ich in meiner Verwandtschaft häufig darüber klagen, wie wenig man heute noch an einem Motorraum Hand anlegen kann. Das Computermagazin c’t hat jüngst aufgezeigt, wie viele vernetzte Geräte auf veraltete Software setzen und damit böswilligen Angreifern große Schwachstellen bieten. Als Beispiele führen Sicherheitsexperten Infusionspumpen in den USA an. Mit wenigen Kniffen sei darüber das Netz eines Krankenhauses gehackt worden. Auch das „smarte“ Visier eines Jagd-Gewehres habe man aus der Ferne manipulieren können.

Mängel in der IT-Sicherheit sind wir gewöhnt. Mit VW kommt jetzt auch noch Manipulation ins Spiel. Vertrauen lässt sich so nicht in Technik aufbauen. Für das Internet der Dinge sind wir ganz offenbar noch nicht bereit.

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erstellt am 01.Okt.2015 | 19:10 Uhr

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