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Nagars' Netwelt : Wenn Backfische ins Netz gehen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Chats, Videos, Games: Das Internet ist ein virtueller Spielplatz. Das wissen leider auch die Falschen.

von
erstellt am 06.Mär.2015 | 02:06 Uhr

Ja, es gibt Gefahren im Internet, vor allem, wenn Kinder und Jugendliche unvorbereitet damit allein gelassen werden. Auf dieser Seite werden wir nicht müde, immer wieder darüber zu berichten. Öffentliche Facebook-Einladungen, peinliche Partybilder auf Instagram oder private Informationen: Damit sollte man im Netz äußerst sparsam umgehen. Bei jedem Satz, bei jedem Bild sollte man vorher überlegen: Würde ich das genauso an die Schulpinnwand hängen – oder gar mit dem Megaphon durch die Fußgängerzone rufen? Ob nun Eltern, Trainer oder Lehrer: Wer auch immer Verantwortung für Kinder übernimmt, sollte sich auch verantwortlich fühlen, jungen Usern zu helfen. Verantwortung heißt demnach auch, selbst einigermaßen informiert zu sein und das Internet nicht als „neumodschen Tüddelkram“ abzutun. Da stehen auch Medien und die bei Kindern beliebten Youtube-Stars in der Pflicht.

Letztens sprach ich (offline) mit Schülern über das Thema – und hatte den Eindruck, dass viele sich in der Theorie auskennen. Sie kennen Wörter wie Cybermobbing und wissen auch, dass man Daten und Fotos nicht einfach ins Netz stellen sollte. So die Theorie. In der Praxis, berichtete ein Mädchen, fragen in Chats Leute, deren wahre Identität sie nicht kennt, ob sie skypen möchte. Oder nach ihrer Handynummer, damit man auf WhatsApp weiterschnacken könne. In der Praxis ist es eben doch so, dass sich Öffentlichkeit nicht öffentlich anfühlt, denn man lungert ja grade zu Hause auf der Couch. Außerdem war der vermeintliche Freund aus dem Gruppenchat doch immer so nett...

Ja, es gibt Gefahren im Internet, aber selbst die strengsten Eltern können Kinder nicht ewig davon fernhalten. Es ist ein bisschen so wie mit dem Meer. Auch das ist schön und gefährlich zugleich. Wichtig ist, dass man früh genug schwimmen lernt.

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