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Fligges Netzwelt : Wenn Autos in die Luft gehen – Taxidienst Uber will abheben

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Unternehmen Uber plant ein gigantisches Flugtaxi-Netzwerk. Wird jetzt ein Menschheitstraum wahr?

Es ist ein großes Faszinosum der Menschheit: das fliegende Auto. Bereits 1917 gab es mit dem „Curtiss Autoplane“ auf der Aeronautischen Ausstellung in New York einen ersten Entwurf – eine Mischung aus Propellermaschine und einem Ford Model T. Es hüpfte zwar, aber fliegen konnte es nicht. Die Menschheit hoffte weiter. Der Science-Fiction-Klassiker „Zurück in die Zukunft II“ prognostizierte 1989 auf den Kino-Leinwänden, am 21. Oktober 2015 wäre der Flug zur Arbeit bereits Alltag – ein berüchtigtes Datum. Den Ausgang kennen Sie. Ich warte bis heute vergeblich, genauso wie auf die sich selbst schnürenden Schuhe. Eine Enttäuschung.

Das fliegende Auto steht für Grenzenlosigkeit. Kein Wunder also, dass unermüdlich weiter an der Verwirklichung dieses Traumes gearbeitet wird. Jüngstes Beispiel: der Fahrdienst-Vermittler Uber. Diese Woche stellte das Unternehmen Pläne für ein Netzwerk von Flug-Taxis vor. Kompakte Fluggeräte sollen Menschen in der Stadt befördern. Tests plant Uber schon 2020 in Dallas und Dubai. Drei Jahre später soll dann der kommerzielle Betrieb folgen.

Auch von Google-Mitgründer Larry Page wurde diese Woche bekannt, dass er ein Projekt kleinerer Passagier-Fluggeräte finanziert. Name: „Kitty Hawk“. Das kann man sich als überdimensionierte Drohne vorstellen, auf der der Fahrer sitzt, wie auf einem Motorrad:

Freier Flug für jeden – ein Segen für Schleswig-Holstein, denkt man an den Zustand unserer Straßen. Und wenn sich die Entwickler ranhalten, wäre auch das Problem Rader Hochbrücke gelöst, die laut Statiker ja auch nur noch bis 2026 hält. Ich kann mich allerdings noch nicht an den Gedanken des Fliegens für jedermann gewöhnen, wenn ich an den Fahrstil einiger Mitmenschen denke, mit denen man sich so die Straßen teilt.

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erstellt am 27.Apr.2017 | 10:58 Uhr

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