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iOS, Android oder Windows : Welches Smartphone-Betriebssystem passt zu mir?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Android, iOS oder Windows Phone? Wer sich ein Smartphone kaufen will, muss sich nicht nur für ein Gerät, sondern auch für ein Betriebssystem entscheiden. Und die Wahl sollte man sich gut überlegen.

Android oder iOS? Diese Frage will gut überlegt sein. Denn beim Neukauf eines Smartphones erwirbt man ein ganzes Ökosystem mit App-Store und Zusatzdiensten. Ein Überblick über die drei wichtigsten Systeme.

Googles Android: Android ist ein offenes System, das Nutzern viele Möglichkeiten bietet. Das fängt bei der Auswahl der Geräte an - von etwa 80 bis mehr als 1000 Euro gibt es Geräte in allen Leistungsklassen, sagt Hannes Czerulla von der Fachzeitschrift „c't“. Unter 200 Euro muss man allerdings mit Abstrichen bei Geschwindigkeit und Funktionen rechnen, warnt Andreas Seeger vom Magazin „Connect“.

Wegen der großen Verbreitung – laut Marktforscher IDC läuft Android auf 87,6 Prozent aller aktiven Smartphones – gibt es alle beliebten Apps. Google-Dienste wie Gmail, Suche, Drive oder Fotos sind nahtlos in die meisten Android-Versionen integriert.

Wer seine Daten mit Google teilt, erhält mit Google Now einen digitalen Assistenten. Androiden funktionieren aber auch ohne Google-Konto gut.

Neben Googles Standard-Android passen sich nahezu alle Hersteller das offene Betriebssystem in Aussehen und Funktionsumfang an. Diese Versionsvielfalt sorgt auch für Probleme, sagt Seeger. Je nach Hersteller kann es lange dauern, bis es Software-Updates für das Telefon gibt. Google selbst versorgt seine Smartphones regelmäßig, andere Hersteller seltener. Viele günstige Geräte erhalten nie ein Systemupdate.

Hat man sich in Android eingerichtet, ist der Wechsel auf ein neues Gerät schwierig. Ein einheitliches Backup-Programm, das alle Daten und Einstellungen zuverlässig überträgt, gibt es nicht. Die Hersteller setzen auf eigene Lösungen. „Große Marken haben bessere Umstiegs-Apps für neue Geräte“, sagt Seeger.

Apples iOS: „Apples iOS ist sehr gut für Einsteiger geeignet“, sagt Hannes Czerulla. Die Menüstruktur ist einfach. Dafür haben die Geräte einen stolzen Preis: Rund 480 Euro kostet das günstigste neue iPhone beim Hersteller. Die Auswahl an Geräten ist im Vergleich klein.

iOS-Nutzer werden regelmäßig mit frischer Software versorgt. Bislang erhielt jedes iPhone-Modell rund vier Jahre lang Updates. Sicherheitslücken werden schnell beseitigt. „iOS ist das sicherere System“, urteilt Seeger.

Auch in einem anderen Punkt ist das Apple-System überlegen. Mit iTunes können Nutzer ihre Daten einfach sichern. Wer ein neues iPhone in Betrieb nimmt, kann alle gespeicherten Daten vom alten Gerät übertragen. Von anderen Funktionen profitieren iOS-Nutzer nur im direkten Kontakt untereinander. Etwa vom drahtlosen Datenaustausch per AirDrop, Videoanrufen mit Facetime oder dem Messenger iMessage.

Schwierig wird es, wenn man iOS den Rücken kehren will. Zwar bieten einige Android-Anbieter Umzugsassistenten an. Doch gerade große Foto- oder Musikmediatheken können Probleme bereiten. Gekaufte Apps können – wie auch beim Wechsel von Android auf andere Systeme – nicht mit umziehen und müssen neu gekauft werden.

Microsofts Windows Phone: „Windows Phone ist noch da, aber ich erwarte nichts mehr“, sagt Seeger über Microsofts Betriebssystem. Nur 0,4 Prozent beträgt der Marktanteil laut IDC. Weil es anfangs viele populäre Apps nicht gab, kauften nur wenige Nutzer Windows Phones. Das sorgte dafür, dass kaum ein Entwickler die Mühe für eine Windows App investiert. Die Folge: Gibt es populäre Apps wie Facebook oder Whatsapp, sind sie oft veraltet. Trotzdem würde er nicht komplett von Windows Phone abraten: „Wer sich ein reines Smartphone zum Telefonieren und Nachrichten versenden holen will, kann ein Windows-10-Gerät kaufen.“

Doch es gibt ein Problem: „Man weiß nicht, was passiert.“ Entwickler Microsoft macht zur Zukunft des Betriebssystems keine genauen Angaben.

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