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Freizeitspass Drohne : Was Hobby-Piloten wissen müssen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Am Himmel summen immer mehr ferngesteuerte Drohnen – und das oft illegal. Denn was viele Hobbypiloten nicht wissen: Dem Freizeitspaß sind enge rechtliche Grenzen gesetzt.

Ferngesteuerte Drohnen sind mittlerweile ein beliebtes Hobby geworden. Die Fluggeräte mit bis zu acht Rotoren sind aber mehr als nur Spaßgeräte – in der Industrie, der Fotografie oder zur Landvermessung kommen sie längst zum Einsatz. Künftig werden sie vielleicht sogar Pakete ausliefern. Doch Piloten der ADAC Luftrettung fürchten eine wachsende Bedrohung für Rettungshubschrauber durch unkontrolliert herumschwirrende Hobby-Drohnen – auch wenn es bislang noch keine Unfälle gegeben habe.

Brauchen Hobbypiloten eine Lizenz zum Drohnenfliegen?
Nein, jedenfalls dann nicht, wenn die Drohne privat genutzt wird und nicht mehr als fünf Kilogramm wiegt, erklärt die Deutsche Flugsicherung (DFS). Gewerbliche Nutzer brauchen dagegen eine Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörde. Wiegt die Drohne zwischen fünf und 25 Kilogramm ist eine Einzelerlaubnis nötig.

Wo ist der Drohnenflug erlaubt?
Grundsätzlich überall, wo durch das Fluggerät niemand gefährdet wird. Manche Städte verbieten den Flug über bewohntem Gebiet. Absolute Tabuzonen sind die Kontrollzonen der Flughäfen, sagt Ute Otterbein von der DFS. Diese erstrecken sich in einem Radius von bis zu 1,5 Kilometer um Flughäfen herum. Wer hier fliegen will, muss sich beim Tower anmelden.

Und wo ist er es nicht?
Überall, wo die Sicherheit von Menschen gefährdet wird. Das Überfliegen von Menschenansammlungen ist verboten. Auch über Industrieanlagen oder Unglücksstellen darf keine Drohne aufsteigen. Privatgrundstücke sind ebenso eine Tabuzone.

Welche Sicherheitsregeln muss ich befolgen?
Grundsätzlich dürfen Drohnen nur „auf Sicht“ geflogen werden, also im Umkreis von rund 100 Metern um den Piloten und bis zu einer Flughöhe von 100 Metern. In Deutschland ist es verboten, die Geräte auf Basis von übertragenen Videobildern der Bordkamera (Videolink) oder per GPS fernzusteuern.

Was tun, wenn es zum Unfall kommt?
Wenn die Drohne beim Absturz Menschen verletzt oder Schäden anrichtet, springt die Privathaftpflicht nicht in jedem Fall ein, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Deckungsfragen sollte man vor dem Erstflug mit der Versicherung klären. Der ADAC fordert hier eine Aufklärungspflicht der Hersteller oder der Vertriebsstellen. Er spricht sich zudem dafür aus, dass die Fluggeräte verpflichtend mit einem Anti-Kollisionslicht unterwegs sein müssen.

Meine Drohne hat eine Kamera: Was darf ich fotografieren und filmen?
Ohne ihr Einverständnis gefilmte oder fotografierte Menschen können eine Veröffentlichung des  Materials untersagen. Deswegen sollte man am besten vorher um Erlaubnis fragen. Was gar nicht geht: Nachbarn oder andere Menschen mit der Drohne beobachten oder ausspionieren, etwa indem man durch fremde Gärten oder vor Fenstern fliegt.

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erstellt am 08.Apr.2015 | 05:30 Uhr

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