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Maas’ Netzwelt : Virenscanner – Freund oder Feind?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Forscher haben in vielen Schutzprogrammen für Smartphones Sicherheitslücken entdeckt.

von
erstellt am 06.Jun.2016 | 17:18 Uhr

Ich gestehe: Über einen Virenscanner für mein Smartphone habe ich mir nie ernsthaft Gedanken gemacht. Angeblich sollen Apple-Geräte in dieser Hinsicht ja sicherer sein als andere – regelmäßig Updates installieren soll reichen. Entsprechende Sicherheits-Apps für iOS gibt es natürlich trotzdem. Ob die Geschichte von der Apple-Sicherheit stimmt? Keine Ahnung. Vielleicht hatte ich auch einfach nur Glück.

Dass ich nachdenklich geworden bin, liegt glücklicherweise nicht an einer echten Hacker-Begegnung, sondern an einem Artikel des IT-Portals golem.de: „Sicherheitslücken in fast allen Smartphone-Virenscannern“.

Forscher des Fraunhofer Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT) haben demnach in vielen Virenscanner-Apps für Smartphones Sicherheitslücken gefunden. Es könnte sich um bis zu 675 Millionen Installationen handeln, bei denen die Probleme aufgetreten sind. Hacker konnten die Schutzfunktion der Software deaktivieren, persönliche Daten aus dem Kalender und dem Adressbuch kopieren oder Malware auf ein Gerät aufspielen. Probleme gab es unter anderem, weil die Verbindung zu den Signatur-Servern der Hersteller oft nicht verschlüsselt waren. Beim (notwendigen) Update des Virenscanners konnten Angreifer die übertragenen Daten manipulieren. Die App von Kaspersky soll sogar mit Malware infizierte Werbung in die App geladen haben.

Die Forscher testeten die Virenscanner von Kaspersky Eset, Avira, McAfee und Clean Master Security. In allen analysierten Apps seien diverse Sicherheitslücken gefunden worden, heißt es. Inzwischen seien viele von ihnen wieder geschlossen.

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