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Dreyklufts Netzwelt zu Ransomware : Verschlüsselungstrojaner: Daten zurück gegen Geld

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Verschlüsselungstrojaner sind eine Pest. So können Sie sich schützen und vermeiden, Lösegeld-Opfer zu werden.

Kürzlich erzählte mir ein IT-Sicherheitsexperte, dass Verschlüsselungstrojaner gerade ein großes Problem seien. Die hätten inzwischen sogar ein richtiges Geschäftsmodell entwickelt. Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen kann es teuer werden – und das mehr als ein Mal.

<p>Daten gegen Geld: Typische Meldung eines Verschlüsselungstrojaners, hier die Software „Locker“.</p>

Daten gegen Geld: Typische Meldung eines Verschlüsselungstrojaners, hier die Software „Locker“.

Worum geht es? Verschlüsselungstrojaner sind kleine Programme, die sich auf einen Einzelplatzrechner einschleusen und dann Dateien verschlüsseln. Die sind dann für den Benutzer nicht mehr zu öffnen. Ist nur ein einzelner PC betroffen, ist der Schaden meist überschaubar.  Richtig schlimm wird es, wenn er einen Server erreicht, auf dem Geschäftsdaten liegen, die Sie unbedingt brauchen.

Wie sieht das „Geschäftsmodell“ aus? Der Hersteller des Trojaners verlangt eine Geldsumme, oft nur dreistellig. Er verspricht, dann die Dateien wieder zu entschlüsseln. Manchmal passiert das tatsächlich, denn nur so haben die Geschädigten einen Anreiz zu zahlen.  Die Polizei rät allerdings dennoch davon ab.  Die Bezahlung erfolgt oft in der Kunstwährung Bitcoin. Damit lässt sich der Empfänger nur schwer ermitteln.

Wie kommt die Schadsoftware auf meinen Rechner? Meist per E-Mail. Per Massenversand wird sich schon irgend ein Dummer finden, der die infizierte Datei oder den infizierten Link anklickt. Infameres Vorgehen: Der Trojaner versteckt sich in der Mail eines vermeintlichen Bewerbers. Wer den „Lebenslauf“ lesen will, lädt sich Schadsoftware auf den Rechner.

Wie kann ich nach weiteren Informationen googlen? Neben „Verschlüsselungstrojaner“ ist „Ransomware“ ein gutes Suchstichwort. „Ransom“ ist das englische Wort für Lösegeld. Auch „BKA-Trojaner“ führt zu brauchbaren Ergebnissen. Eine Linkliste finden Sie weiter unten.

Wie kann ich mich schützen? Schwierig. Firewall und Virenschutz helfen nicht immer. Gesunder Menschenverstand beim Klicken auf Unbekanntes hilft. Das Netzwerk sollte so konfiguriert sein, dass Zugriffe auf andere Dateien nicht automatisch möglich sind. Das bringt allerdings Einbußen beim Komfort. Bester Schutz: Regelmäßige Sicherheitskopien. Dann holt man sich die Daten einfach selbst  zurück.

 

Links zum Thema:

Beispiel für einen Trojaner, der sich in einem Link eines Bewerbungsschreibens versteckt.

Hintergrund zum Thema mit Beschreibung einer gefälschten Bewerber-Mail.

Beschreibung des Trojaners „TeslaCrypt“ mit Experteninterview-Video zum Thema.

Informationen und Tipps der Polizei Niedersachsen zu Verschlüsselungstrojanern.

Beitrag über die Anonymität von Bitcoin-Zahlungen.

 

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erstellt am 02.Feb.2016 | 15:58 Uhr

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